Übersicht / Deutsches Krebsforschungszentrum in der Helmholtz-Gemeinschaft / Meldung vom 16.06.2022

Donnerstag, 16. Juni 2022, 09:57 Uhr

Deutsches Krebsforschungszentrum in der Helmholtz-Gemeinschaft

Pressemitteilung

Vision Zero Summit in Berlin: Dem Krebs die rote Karte zeigen

Heidelberg – Krebs ist eine Pandemie – die nicht enden will. Wie können wir unser Gesundheitssystem nachhaltiger und resilienter gestalten, um auf diese permanente Herausforderung besser vorbereitet zu sein? Das ist eine der Leitfragen des Vision Zero Summits, der am 20. und 21. Juni in Berlin unter der Schirmherrschaft der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin und der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie stattfindet. Veranstalter ist der gemeinnützige Verein Vision Zero, Kooperationspartner sind das Deutsche Krebsforschungszentrum, die Deutsche Krebsgesellschaft, die Charité, die Universitätsklinik Köln und zahlreiche weitere Institutionen, Kliniken, Fachgesellschaften und Verbände.
www.vision-zero-summit.de/anmeldung

Die Corona-Pandemie hat den Blick auf die Leistungsfähigkeit und die drohende Überlastung unseres Gesundheitssystems geschärft. Was viele nicht bedenken: Mit jährlich mehr als 500.000 Krebsneuerkrankungen haben wir in der Onkologie eine vergleichbare Situation – Jahr für Jahr aufs Neue!

Beim diesjährigen Vision Zero Kongress stellen wir die Frage, wie wir unser Gesundheitssystem nachhaltiger und resilienter gestalten können, damit wir auf diese Herausforderungen besser vorbereitet sind. Wie können wir den Lobbyismus einzelner Interessengruppen und starres Silodenken überwinden und stattdessen einen neuen patientenbezogenen Ansatz mit intelligenten Konzepten zur Grundlage unserer Arbeit machen?

Die Veranstalter setzen sich nachdrücklich für ein Vision-Zero-Konzept für die Onkologie ein, um die Zahl der vermeidbaren, krebsbedingten Todesfälle rasch und signifikant zu senken – und im Idealfall gegen Null zu bringen.

Wie schnell dieses Ziel erreicht werden kann, wird davon abhängen, wie konsequent wir präzisere, individuell zugeschnittene und innovative Prävention, Diagnostik und Therapiekonzepte umsetzen können. „Allein durch konsequente Nutzung aller Möglichkeiten der Primär- und Sekundärprävention ließen sich bis zu 75 Prozent aller krebsbedingten Todesfälle vermeiden", sagt Michael Baumann, Vorstandsvorsitzender des DKFZ, der auch über die aktuellen Projekte der Nationalen Dekade gegen Krebs informieren wird.

Christof von Kalle, der Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirats von Vision Zero sowie BIH-Chair für klinisch-translationale Wissenschaften, sagt: „Wie schnell wir beim Kampf gegen den Krebs vorankommen, hängt im hohen Maße davon ab, dass wir Patientendaten frühzeitig erheben und zwischen den behandelnden Ärzten und Wissenschaftlern austauschen. Damit können wir zum einen die Behandlungsqualität der Betroffenen deutlich verbessern, und zum anderen durch die wissenschaftliche Analyse und Auswertung der Daten wertvolle Erkenntnisse gewinnen, die zur Verbesserung der Therapieergebnisse führen."

So wird nach der festen Überzeugung der Veranstalter die Digitalisierung der Medizin zu einem wichtigen Generalschlüssel für ein innovatives Gesundheitswesen oder wie Heyo Kroemer, Vorstandsvorsitzender der Charité, es formuliert: „Die Digitalisierung ist der Motor für Fortschritt. Ich habe den Eindruck, dass es jetzt den politischen Willen dazu gibt, und auch die Gesellschaft ist für die Digitalisierung des Gesundheitswesens bereit."

Weiterführende Pressestatements von:

Prof. Dr. Christof von Kalle
Vision Zero Summit 2022 in Berlin – gemeinsam gegen Krebs!

Prof. Dr. Michael Baumann
Nationale Dekade gegen Krebs – Stand der Dinge im dritten Jahr

Prof. Dr. Angelika Eggert
Krebs bei Kindern: Roadmap zur Verbesserung der Heilungschancen

Prof. Dr. Dr. Michael von Bergwelt
Welche Chancen ergeben sich künftig durch maßgeschneiderte Therapiekonzepte?

www.dkfz.de/de/dkfz/download/Pressestatements.pdf

Weitere Themen beim Vision Zero Summit (Auswahl):

  • Vision Zero für den Hautkrebs
  • Vision Zero für den Lungenkrebs
  • Initiativen für mehr Patientenkompetenz in der Krebsforschung (R. Hauke, Heidelberg)
  • Die Chancen der Impfung (Ö. Türeci, Mainz)
  • Präzisionsdiagnostik und KI als Voraussetzung für maßgeschneiderte Therapien (S. Pfister, Heidelberg)
  • Deutsche Forschung im internationalen Wettbewerb

Programm:

Vision Zero Berlin Summit 2022 (vision-zero-summit.de)

Anmeldung zum kostenfreien Livestream der Konferenz:
www.vision-zero-summit.de/anmeldung

Die Veranstaltung findet unter der Schirmherrschaft der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) und der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) statt. Kooperationspartner sind in diesem Jahr die Nationale Dekade gegen Krebs, der Verein Vision Zero, die Charité Berlin, das Universitätsklinikum Köln, das Klinikum der LMU München, das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ), das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg, die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG), die Deutsche Gesellschaft für integrierte Versorgung im Gesundheitswesen e.V., , das Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS), der Berufsverband der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen (BNHO), das Nationale Netzwerk genomische Medizin Lungenkrebs (nNGM), die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs, der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (vfa), BILD und der BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder".

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1.300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Beim Krebsinformationsdienst (KID) des DKFZ erhalten Betroffene, interessierte Bürger und Fachkreise individuelle Antworten auf alle Fragen zum Thema Krebs. Gemeinsam mit Partnern aus den Universitätskliniken betreibt das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) an den Standorten Heidelberg und Dresden, in Heidelberg außerdem das Hopp-Kindertumorzentrum KiTZ. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums an den NCT- und den DKTK-Standorten ist ein wichtiger Beitrag, um vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik zu übertragen und so die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.