Gute Vorsätze fassen ist leicht, sie durchzuhalten oft schwer: Viele Abnehmprojekte scheitern bereits im Februar. „Es ist einer der Hauptfehler zu glauben, Abnehmen ginge schnell und einfach“, erklärt Ina Bockholt, Ernährungsexpertin der Stiftung Warentest. Wer nachhaltig Gewicht verlieren möchte, brauche ein langfristiges Konzept und die Entschlossenheit, die eigene Ernährung wirklich zu verändern.
Das bedeutet: kleinere Portionen, feste Essenszeiten statt ständigem Snacken, mehr Gemüse auf dem Teller. Besonders wichtig: Gezuckerte Limos weglassen. „Die sind wirklich Gift fürs Gewicht“, so Bockholt. Das Ziel sollte sein, täglich etwa 500 Kalorien einzusparen – dann kann rund ein halbes Kilo pro Woche purzeln.
Auch Ernährungs- und Diätkonzepte können helfen, unliebsame Pfunde zu verlieren und das neue Gewicht ein Leben lang zu halten. Stiftung Warentest hat 15 Methoden wissenschaftlich bewertet. Nur fünf empfiehlt sie als geeignet: die mediterrane Diät, die vegetarische Kost, die Mischkost nach DGE-Regeln, Intervallfasten und mit Abstrichen auch eine moderate Low-Carb-Ernährung. Von acht Konzepten rät die Stiftung Warentest dagegen ab, darunter die Keto-Diät, Blutgruppen-Diät, Trennkost oder FDH.
Diät-Shakes können ebenfalls das Abnehmen unterstützen. Die Stiftung Warentest hat aktuell 20 Produkte getestet. Sie sollen zwei Hauptmahlzeiten ersetzen und enthalten dabei durchschnittlich nur etwa halb so viel Kalorien wie diese. „Für eine begrenzte Zeit können Diät-Shakes tatsächlich beim Abnehmen helfen“, sagt Bockholt. Wichtig dabei: Die verbleibenden Mahlzeiten sollten vielfältig, kalorienarm, gemüse- und vollkornbetont sein. Das könnte auch ein guter Startpunkt für eine bewusste Ernährungsumstellung sein. „Wer nachhaltig abnehmen möchte, sollte zunächst seine bisherige Ernährung kritisch hinterfragen und bereit sein, bestimmte Routinen grundlegend zu verändern.“ Als Dauerlösung taugen die Shakes jedoch nicht: „Das hält man einfach nicht durch.“
Und: Ohne Bewegung geht es nicht. „Wer abnehmen möchte, muss sich regelmäßig bewegen. Für den Einstieg empfiehlt sich zum Beispiel eine halbe Stunde Spazieren, die nach und nach verlängert oder durch Radfahren und Schwimmen ergänzt werden könnte“, erklärt Bockholt.
Weitere Informationen: test.de/diaetshakes | www.test.de/diaetkonzepte | test.de/intervallfasten