Übersicht / Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz / Meldung vom 01.12.2010

Mittwoch, 01. Dezember 2010, 13:53 Uhr

Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz

Pressemitteilung

Weltaidstag

Berlin – Heute ist Weltaidstag. Aus diesem Anlass haben Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher und der Aids-Experte Prof. Dr. Ralf Rosenbrock der Öffentlichkeit das "Entwicklungskonzept für die Prävention von HIV/Aids, sexuell übertragbaren Infektionen und Hepatitiden in Berlin" vorgestellt. Dieses Konzept war von der Senatsgesundheitsverwaltung in Auftrag gegeben worden, um auf der Grundlage des vom Senat beschlossenen Rahmenkonzeptes zur HIV- und Aidsprävention in Berlin konkrete Empfehlungen für die Weiterentwicklung der Präventionsarbeit abzuleiten.

In Berlin lebten Ende 2009 rund 11.200 Menschen mit einer HIV-Infektion, davon 9.900 Männer (88%) und 1.300 Frauen (12%). Rund 6.600 Menschen sind in Berlin seit Anfang der 80er Jahre an Aids erkrankt, 4.500 sind gestorben.

Senatorin Katrin Lompscher: "Die Zahl der HIV-Neuinfektionen steigt in Berlin wieder an. 2009 wurden rund 440 HIV-Infektionen neu diagnostiziert, davon mehr als ¾ bei Männern, die Sex mit Männern haben. Für dieses Jahr erwarten wir ähnlich hohe Zahlen. HIV und Aids bleiben somit eine Herausforderung, auch wenn sich die Lebenserwartung und die Lebensqualität der Betroffenen deutlich verbessert haben. Dadurch haben sich auch die Anforderungen an die Präventionsarbeit verändert. Mit unseren neuen Konzepten wollen wir einem weiteren Anstieg der HIV-Neuinfektionen und anderer sexuell übertragbarer Krankheiten wirksam begegnen."

Prof. Dr. Rolf Rosenbrock: "Mein Entwicklungskonzept empfiehlt der Senatsgesundheitsverwaltung, zusammen mit den 12 Projekten und den anderen beteiligten Senatsverwaltungen einen auf Dialog und Partizipation gegründeten Entwicklungsprozess zu starten, durch den Versorgungslücken gefüllt und die Herausforderungen der Zukunft angegangen werden sollen. Dieser Prozess wird bis zu zwei Jahre dauern. Verstärkte und innovative nicht-medizinische Primärprävention in Verbund mit den gewachsenen Möglichkeiten der medizinischen Primärprävention kann eine Dynamisierung der Epidemien verhindern."

Rahmenkonzept und Entwicklungskonzept zur HIV/Aidsprävention in Berlin stehen im Internet zur Verfügung unter: http://www.berlin.de