Der Weltnierentag am 12. März steht unter dem Motto „Kidney health for all – caring for people, protecting the planet“ (Nierengesundheit für alle – Versorgung der Menschen, Schutz des Planeten) und lenkt damit die Aufmerksamkeit auf die große Bedeutung der Nierengesundheit für Mensch und Umwelt. Die Früherkennung von Nierenkrankheiten ist für den nephrologischen Gesamtversorger KfH oberstes Ziel: Eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung können das Fortschreiten einer chronischen Nierenkrankheit verlangsamen oder im besten Fall sogar verhindern. Das schont zudem die Umwelt, denn eine Dialysebehandlung ist ressourcenintensiv.
Neu-Isenburg – „Nur wenn der Schwerpunkt auf Früherkennung und Prävention liegt, kann der Bedarf an Nierenersatztherapien gesenkt werden. Deshalb setzen wir als nephrologischer Gesamtversorger in erster Linie auf Nierenschutz, um die sehr belastende Dialysebehandlung für Patientinnen und Patienten zu vermeiden“, betont Professor Dr. med. Dieter Bach, Vorstandsvorsitzender des KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e. V. Gerade in Zeiten immer knapper werdender Ressourcen sei dies nicht zuletzt im Hinblick auf die mit hohem Energie- und Personalaufwand verbundene Dialyse ein wichtiger Aspekt.
Sollte eine Dialyse bei sehr fortgeschrittener chronischer Nierenkrankheit nicht vermeidbar sein, setzt das KfH mit der Förderung der Heimdialyse und der Nierentransplantation auf zwei Behandlungsformen, die den Betroffenen eine hohe Lebensqualität trotz Krankheit ermöglichen. Beide Nierenersatzverfahren schonen zudem die Umwelt, da sie einen geringeren Materialaufwand sowie Transportaufwand für Patientinnen und Patienten für die Dialyse erfordern.
Aus der Praxis: Schwerpunkt der KfH-Sprechstunden ist der Nierenschutz
„Als behandelnde Ärztinnen und Ärzte im KfH wissen wir, wie wichtig die Prävention und Früherkennung sind und legen deshalb den Schwerpunkt in unseren Sprechstunden auf den Nierenschutz“, berichtet Dr. med. Ulrike Bechtel, Vorsitzende des Ärztlichen Beirats und Ärztliche Leitung des KfH-Nierenzentrums Dillingen. Ihr Stellvertreter Professor Dr. med. Andreas Kribben, Ärztliche Leitung des KfH-Nierenzentrums Essen (Eleonorastraße), ergänzt, dass man für eine frühzeitige Diagnose vor Ort eng mit den hausärztlichen Kolleginnen und Kollegen zusammenarbeitet. „Ein einfacher Blut- und Urintest von Kreatinin und Albumin in der hausärztlichen Praxis kann bereits auf eine beginnende chronische Nierenkrankheit hinweisen.“ „So wird sichergestellt, dass bei ersten Anzeichen einer Nierenkrankheit keine wertvolle Zeit verloren geht“, erklärt Dr. med. Georg Strack, ebenfalls stellvertretender Vorsitzender des Ärztlichen Beirats und Ärztliche Leitung des KfH-Nierenzentrums Bad König. Alle drei betonen, wie wichtig die Botschaft des Weltnierentags ist, um in der Bevölkerung ein Bewusstsein für die eigene Nierengesundheit zu fördern.
Was Sie selbst zum Schutz Ihrer Nieren tun können
Die Nieren sind ein sensibles, für den Menschen unverzichtbares Organ. Sie filtern ca. 1.500 Liter Blut pro Tag und führen Abfallstoffe wie Harnstoff, Medikamentenreste oder Gifte über den Urin ab. Im Laufe des Lebens nimmt die Funktion der Nieren bei allen Menschen langsam ab. Faktoren wie Bluthochdruck, Diabetes, Herzschwäche, Übergewicht und Rauchen begünstigen das Auftreten einer chronischen Nierenkrankheit und damit einen schnellen Funktionsverlust der Nieren. Etwa jeder zehnte Mensch in Deutschland weist eine beginnende chronische Nierenkrankheit auf, die unbehandelt zur Notwendigkeit einer Dialyse oder Nierentransplantation führen kann. Früh erkannt und behandelt, lässt sich das Fortschreiten deutlich verlangsamen oder im besten Fall verhindern.
- Nutzen Sie die Check-up-Untersuchungen mit Blut- und Urinuntersuchung in Ihrer Hausarztpraxis.
- Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Blutdruck- und Blutzuckerwerte.
- Achten Sie auf einen gesunden Lebensstil mit ausreichender Bewegung und ausgewogener Ernährung.
- Vermeiden Sie Risikofaktoren wie Rauchen und ausgeprägtes Übergewicht.
Neben zahlreichen KfH-Informationsmedien, abrufbar unter https://kfh.de/patienteninformationen, erscheint pünktlich zum Weltnierentag am 12. März das KfH-Magazin für Patientinnen und Patienten „aspekte“.
Foto: Grafik zum Weltnierentag
Bildunterschrift:
Zum Weltnierentag am 12. März: Das KfH betont den hohen Stellenwert des Nierenschutzes für Mensch und Umwelt.
Hintergrundinformation:
Das KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e.V. wurde im Jahr 1969 gegründet. Ziel war, den medizinischen Versorgungsnotstand für dialysepflichtige Patientinnen und Patienten in Deutschland zu beheben. Vom Wegbereiter für eine flächendeckende Dialyseversorgung hat sich das KfH bis heute zum nephrologischen Gesamtversorger entwickelt, der eine umfassende und qualitativ hochwertige Versorgung nierenkranker Patientinnen und Patienten bietet. In rund 200 KfH-Zentren werden mehr als 17.300 Dialysepatientinnen und -patienten sowie aktuell mehr als 77.000 Sprechstundenpatientinnen und -patienten umfassend behandelt.
