Übersicht / Saarland - Ministerium für Justiz, Arbeit, Gesundheit und Soziales / Meldung vom 28.07.2008

Montag, 28. Juli 2008, 10:26 Uhr

Saarland - Ministerium für Justiz, Arbeit, Gesundheit und Soziales

Gesundheitsminister Gerhard Vigener

Zweite Pollenwelle im Anmarsch - Heuschnupfen ernst nehmen

Saarbrücken – Die zweite Pollenwelle rollt: Nach Birke, Buche und Eiche werden jetzt blühende Gräser, Beifuß und Roggen den Betroffenen das Atmen bis in den Herbst hinein schwer machen. 'Immer mehr Menschen auch im Saarland leiden an Allergien. Nur eine frühe Diagnose und rechtzeitige Behandlung kann einer Allergikerkarriere vorbeugen', betonte Gesundheitsminister Gerhard Vigener und rief dazu auf, den sogenannten Heuschnupfen ernst zu nehmen. 'Unbehandelt kann ein Heuschnupfen sogar zu schwerem allergischem Asthma führen. So besteht bildlich die Gefahr, dass das allergische Geschehen von Nase und Augen tiefer in die Lunge rutscht. Bei Verdacht auf eine Allergie sollte stets ein allergologisch qualifizierter Arzt aufgesucht werden.' Die Bezeichnung 'Heuschnupfen' sei eine Bagatellisierung der Beschwerden, die von Nasenlaufen und Augenjucken bis zu massiven Atemproblemen reichen können.

Die allergene Belastung durch Kräuterpollen, Gräserpollen, Getreidepollen, Busch- und Sträucherpollen, sowie Baumpollen, ist momentan mäßig. Zur Zeit treten folgende Pollenarten auf: Ruchgras, Löwenzahn, Seggen, Süßgräser, Fichte, Kiefern, Raps, Wegerich, Sauerampfer, Wiesenrispengras, Goldhafer, Knäuelgras, Schwingel, Spitzwegerich, Gersten, Weizen, Roggen, Lolch, Lieschgras, Rohr-Glanzgras, Glatthafer, Brennnessel, Linden, Holunder, Honiggras, Straußgras, Kammgras, Hafer, Mais, Gänsefuß, Beifuß, Goldruten

Die Zahl der Allergiker hat sich in den letzten drei Jahrzehnten verdreifacht. Bei Kindern nehmen besonders Asthma-Erkrankungen in erschreckendem Maß zu, so in Deutschland allein innerhalb der letzten sechs Jahren um 33 Prozent. 'Allergien sind weiter auf dem Vormarsch. Wir müssen allen Erkenntnissen, die der Vorbeugung und Prävention dienen, weiter nachgehen', verlangte Vigener.

Folgende Hinweise können Betroffenen helfen:

Halten Sie sich in der Zeit, in der die für Sie allergie-auslösenden Pollen fliegen, möglichst wenig im Freien auf. Vermeiden Sie vor allem anstrengende Tätigkeiten (Sport), denn mit dem kräftigeren Atmen gelangen mehr Pollen in die Luftwege.

* Tragen Sie im Freien eine (Sonnen-) Brille mit Seitenschutz, damit Pollen nicht so leicht in die Augen gelangen. * Lassen Sie beim Autofahren die Fenster geschlossen und schalten Sie die Lüftung aus. * Auf dem Land sind morgens die Pollenkonzentrationen hoch, in der Stadt eher abends. Lüften Sie Ihre Wohnungen in der richtigen Zeit. * Allergiker sollten in der Pollenzeit, wenn möglich, regelmäßiges Staubwischen vermeiden. Auch der Staubsauger sollte einen speziellen Feinstaubfilter haben.