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11 Festbetragsgruppen

Zahl des Monats Juni 2018:

Berlin – Nicht nur im Fußball kann es knapp werden: Der GKV-SV setzt zu elf neuen Festbetragsgruppen Festbeträge fest und hat Ende Juni das Stellungnahmeverfahren begonnen. Damit wird der Preisdruck für die Versorgung noch einmal erhöht. Auch der Wirkstoff Linezolid – ein dringend benötigtes Reserveantibiotikum – ist betroffen, obwohl die Politik erst kürzlich im Gesetz nachgebessert hatte: „Arzneimittel, die als Reserveantibiotika für die Versorgung von Bedeutung sind, können von der Bildung von Gruppen nach Satz 1 (Festbetragsgruppen) ausgenommen werden.“

  • 5 Wirkstoffgruppen werden zum 01.07.2018 zusätzlich abgesenkt. Mehr als 1800 PZN sind betroffen. Niedrigere Festbeträge bedeuten mehr Druck auf die Hersteller und eine höhere Wahrscheinlichkeit für Zuzahlungen der Patienten.
  • 11 Festbetragsgruppen: Linezolid reiht sich ein neben Filgrastim, Lamivudin, Levetiracetam, Pregabalin, Valproinsäure, Voriconazol, Zonisamid, Coxibe, Kombinationen von Angiotensin-II-Antagonisten mit Calciumkanalblockern, Kombinationen von Beta-Rezeptorenblockern mit Calciumkanalblockern.
  • 20 % der Verordnungen und Packungen einer Festbetragsgruppe müssen nach der Absenkung zum Festbetrag verfügbar sein. Allerdings kann das innerhalb der einzelnen Substanzen ganz anders aussehen.

Festbeträge betreffen als Steuerungssystem der Preisgestaltung vor allem generische Arzneimittel. Dabei haben Generika nur 9,2 % Anteil an den Arzneimittelausgaben bei einem Versorgungsanteil von 78 %. Durchschnittlich kostet die Tagestherapiedosis eines Generikums nach Listenpreis 16 Cent. Berechnet man die Rabatte der Hersteller aus Rabattverträgen mit ein, sogar nur ca. 6 Cent. Mehr als vier Fünftel aller Arzneimittelverordnungen haben bereits jetzt einen Festbetrag. Seit 2013 wurden mehr als 200 Gruppen gebildet. Die Krankenkassen scheinen den Druck trotz der bereits jetzt bestehenden Probleme der Marktverengung weiter erhöhen zu wollen.