Schließen

Registrierung

Melden Sie sich noch heute an, um gezielt und effektiv Ihre Nachrichten in der Gesundheitsbranche verbreiten zu können.

Kontoinformationen

Ansprechpartner:in

Adresse

Kontakt

Es wurde eine E-Mail zur Bestätigung an Sie gesendet. Nach der Bestätigung sind Sie erfolgreich registriert.


GfH und BVDH legen der Finanzkommission Gesundheit ihr Positionspapier zu den Präventionspotentialen der Humangenetik vor

Pressemitteilung

Berlin –Die Deutsche Gesellschaft für Humangenetik e.V. (GfH) und der Berufsverband Deutscher Humangenetiker e.V. (BVDH) haben der Finanzkommission Gesundheit ihr Positionspapier „Humangenetik als Schlüssel zur Prävention“ übergeben und zeigen darin, wie genetische Diagnostik bereits heute eine vorausschauende und personalisierte Medizin ermöglicht – von der Geburt bis ins hohe Alter.

Gute Prävention beginnt mit dem Wissen um das individuelle Risiko: Die Humangenetik macht es sichtbar, lange bevor eine Krankheit ausbricht“, sagt Prof. Dr. Markus Nöthen, Präsident der GfH. „Die wissenschaftlichen Erkenntnisse der vergangenen Jahre zeigen deutlich, dass die Humangenetik längst weit über die Diagnostik seltener Erkrankungen hinausgeht und zu einer tragenden Säule einer modernen Präventionsmedizin geworden ist.“

Das Positionspapier beschreibt die Humangenetik als durchgängiges Instrument der Prävention über die gesamte Lebensspanne hinweg. Bereits das Neugeborenenscreening verhindert durch die frühzeitige Diagnose behandelbarer genetischer Erkrankungen schwere gesundheitliche Folgen. Bei erblichen Tumorerkrankungen oder der familiären Hypercholesterinämie ermöglicht die genetische Diagnostik eine risikoadaptierte Vorsorge und Behandlung lange vor dem Auftreten erster Symptome. Für Volkskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie für häufige Tumorerkrankungen wie dem Prostata-Krebs eröffnen polygene Risikoscores neue Perspektiven: Bei der koronaren Herzkrankheit deckte der Score in einer klinischen Borderline-Risikogruppe bei 23% der Untersuchten ein Risiko auf, das eine Statin-Therapie begründet hätte.

Vor dem Hintergrund einer alternden Gesellschaft und der steigenden Belastung des Gesundheitssystems durch chronische Erkrankungen sehen GfH und BVDH erheblichen Handlungsbedarf. Die beiden Fachorganisationen fordern deshalb unter anderem die stärkere Verankerung humangenetischer Risikoabklärung in Vorsorge- und Versorgungspfaden.

Die Humangenetik ist die Grundlage moderner personalisierter Medizin und ein Schlüssel der Prävention – bei Kindern, Schwangeren und Tumorpatienten oft zeitkritisch. Deshalb muss sie flächendeckend und wohnortnah verfügbar sein“, betont Prof. Dr. Elke Holinski-Feder, Präsidentin des BVDH.

Mit ihrem Positionspapier bieten GfH und BVDH Politik, Selbstverwaltung und Gesundheitswesen ihre Expertise an, um genetische Prävention künftig strukturell in der Regelversorgung zu verankern und die Chancen einer personalisierten Medizin verantwortungsvoll auszubauen.

Über die Deutsche Gesellschaft für Humangenetik (GfH)
Die Deutsche Gesellschaft für Humangenetik ist die wissenschaftliche Fachgesellschaft der Humangenetik in Deutschland. Sie fördert Forschung, Lehre und die Weiterentwicklung einer qualitätsgesicherten humangenetischen Versorgung.

Über den Berufsverband Deutscher Humangenetiker (BVDH)
Der Berufsverband Deutscher Humangenetiker vertritt die beruflichen Interessen der Fachärztinnen und Fachärzte für Humangenetik sowie weiterer in der Humangenetik tätiger Expertinnen und Experten und setzt sich für eine hochwertige genetische Beratung und Diagnostik in Deutschland ein.

Das vollständige Positionspapier „Humangenetik als Schlüssel zur Prävention” liegt dieser Mitteilung als PDF bei. Es ist auch auf der Website der Deutschen Gesellschaft für Humangenetik abrufbar: Humangenetik als Schlüssel der Prävention