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Internationaler Welt-Eierstockkrebs-Tag am 9. Mai 2026 in Berlin

Internationaler Welt-Eierstockkrebs-Tag am 9. Mai 2026 in Berlin

Pressemitteilung

Mehr Überlebenschancen: Aktionstag fordert Recht auf Zweitmeinung bei Eierstockkrebs

Berlin – Anlässlich des Welt-Eierstockkrebs-Tages am 9. Mai 2026 fordert die Deutsche Stiftung Eierstockkrebs zusammen mit dem Verein Gynäkologische Krebserkrankungen Deutschland e.V., die Zweitmeinung als reguläre Leistung der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) zu verankern. Vor wichtigen Therapieentscheidungen soll die Zweitmeinung nach strukturierten Qualitätsstandards eingeholt werden können, um allen Patientinnen Zugang zu einer bestmöglichen Therapie und damit bessere Überlebenschancen zu ermöglichen.

Behandlungsqualität entscheidend für Überlebenschancen

Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) gehört zu den seltenen, oft spät erkannten Krebserkrankungen. Bisher bekommen nicht alle Patientinnen eine optimale Therapie. „Es kann nicht sein, dass Patientinnen ihren Behandlungsweg unkoordiniert selbst organisieren müssen. Denn die Qualität der Behandlung ist bei diesem Krebs entscheidend für das Überleben. Dazu gehört die optimale Erstbehandlung ebenso wie eine Zweitmeinung als strukturierte, systematische Beratung, in der auch der wichtige Zugang zu klinischen Studien angeboten werden kann“, sagt Prof. Dr. Jalid Sehouli, Direktor der Klinik für Gynäkologie mit Zentrum für onkologische Chirurgie an der Charité Berlin und Gründer der Deutschen Stiftung Eierstockkrebs.

Zweitmeinungsverfahren als reguläre Leistung der GKV

Das Zweitmeinungsverfahren ist für einige andere Erkrankungen bereits vorgesehen. Es sollte unbedingt auch bei der Behandlung des Eierstockkrebses im §27b SGB V verankert werden und so verbindlich in onkologische Behandlungspfade integriert werden. Dies kann der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beschließen. Nur so ist eine flächendeckende, faire und qualitätsgesicherte Versorgung der Patientinnen gewährleistet.

Die Zweitmeinung sollte in Kompetenzzentren oder spezialisierten Fachpraxen vor wichtigen Entscheidungen eingeholt werden, etwa vor operativen Eingriffen und vor Chemotherapien. „Alle Patientinnen müssen einen niederschwelligen, zeitnahen und kostenfreien Zugang zu einer solchen Zweitmeinung erhalten. Wir brauchen klare Qualitätsstandards und die Finanzierung durch das Gesundheitssystem“, fordert auch Kirsten Hahn vom Verein Gynäkologische Krebserkrankungen Deutschland e.V.

Parade und Parkfest für ein gesundheitspolitisches Signal, Austausch und Vernetzung

Am 9. Mai ruft ab 17 Uhr eine Parade von Betroffenen, Angehörigen, Mediziner:innen und Unterstützer:innen durchs Brandenburger Tor zu mehr Transparenz und Sicherheit in der Behandlung von Frauen mit Eierstockkrebs auf. Beim Parkfest ab 18 Uhr am Löwenbrunnen im Tiergarten mit Infoständen und Workshop können sich Patientinnen, Angehörige und Expert:innen aus Medizin und Forschung austauschen, vernetzen und Erfahrungen teilen. 
Schon am Vorabend wird der alte Wasserturm an der Charité in türkisem Licht erstrahlen. Türkis ist die internationale Awareness-Farbe für den Kampf gegen Eierstockkrebs und steht für Hoffnung, Mut und Lebensfreude.

Die Deutsche Stiftung Eierstockkrebs engagiert sich seit 2010 für die Verbesserung der Aufklärung sowie der medizinischen Versorgung von Patientinnen mit Eierstock-, Eileiter- und Bauchfellkrebs. Ziel der Stiftung ist es, fundiertes Wissen bereitzustellen, die Forschung voranzubringen, die Qualität der Behandlung nachhaltig zu verbessern sowie durch Fotokampagnen die Sichtbarkeit der Tumorerkrankung zu unterstützen.

Durch Informationsangebote, Publikationen wie das Patientenmagazin „Die zweite Stimme“ und zahlreiche Veranstaltungen trägt die Stiftung dazu bei, mehr Bewusstsein für diese seltene und häufig spät diagnostizierte Krebserkrankung der Frau zu schaffen. Gleichzeitig unterstützt sie Patientinnen und deren Angehörige mit verlässlichen Informationen und setzt sich für den Zugang zu spezialisierten Behandlungen ein.

Der Selbsthilfeverein Gynäkologische Krebserkrankungen Deutschland e.V. besteht seit 10 Jahren und hat 27 Selbsthilfegruppen in ganz Deutschland sowie eine Hilfehotline mit Erfahrungsexpertinnen und Vermittlung von MutPatinnen für einen persönlichen Kontakt.

Er bietet monatliche Online-Treffen zum Thema Eierstockkrebs im „Meet-the-Expert“ Format an, veranstaltet einmal jährlich einen Patientinnenkongress und trägt mit Aktionen zum Welt-Eierstockkrebs-Tag bei. Der Verein arbeitet regelmäßig an medizinischen Leitlinien mit und engagiert sich als Patientinnen-Vertreter im Gemeinsamen Bundesausschuss.