Für viele beginnt der Tag erst mit einer Tasse Kaffee. Große Übersichtsarbeiten zeigen: Moderater Kaffeekonsum ist in Beobachtungsstudien häufig mit einer geringeren Gesamtsterblichkeit und einem niedrigeren Risiko für mehrere chronische Erkrankungen verbunden – besonders konsistent beim Typ-2-Diabetes, auch für entkoffeinierten Kaffee.
CYP1A2: Wenn Koffein länger „nachhallt“
Warum manche auf Kaffee sensibler reagieren, kann genetische Gründe haben. Das Leberenzym CYP1A2 baut Koffein ab. Varianten im CYP1A2-Gen beeinflussen, wie schnell das passiert. Eine vielzitierte JAMA-Studie (2006) fand: Bei „langsamen“ Metabolisierern war höherer Konsum (2–3 bzw. ≥4 Tassen/Tag) mit einem erhöhten Risiko für einen nicht-tödlichen Herzinfarkt assoziiert (OR 1,36 bzw. 1,64), während sich bei „schnellen“ Metabolisierern kein entsprechender Anstieg zeigte.
Vom Kaffee-Gen zur personalisierten Ernährung: der Nutrition-Test
Hier setzt die Nutrition DNA-Analyse an: Sie untersucht 50 ernährungsrelevante Gene und deren Einfluss auf über 20 Stoffwechselprozesse (z. B. Blutzuckerregulation, Fettstoffwechsel, Cholesterin). Mehr als 900 Lebensmittel sowie 22 Vitamine und Mineralstoffe werden hinsichtlich Aufnahme und Verwertung eingeordnet – inklusive individueller Empfehlungen für Ernährung und Mikronährstoffversorgung.
Fazit
Kaffee bleibt Genuss – aber nicht „one size fits all“. Genbasierte Analysen ersetzen keine Diagnose, können jedoch individuelle Prävention und Gesundheit präziser machen: von der passenden Koffeinmenge bis zur alltagstauglichen, personalisierten Ernährung.
Quellen:
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24459154/
https://www.bmj.com/content/359/bmj.j5024?utm_source=chatgpt.com
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16522833
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18398030
