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Multiresistente Keime – eine größere Bedrohung als Corona?
Viele Antibiotika scheitern an multiresistenten Bakterien.Bildrechte: Inna – stock.adobe.com

Multiresistente Keime – eine größere Bedrohung als Corona?

Pressemitteilung

Mannheim – Sie könnten bald die Todesursache Nummer Eins sein: multiresistente Keime. Gegen sie hilft kaum noch ein Antibiotikum. Welche Gefahren dadurch entstehen, zeigte die Arte-Dokumentation “Resistance Fighters”. Man geht davon aus, dass in wenigen Jahren weltweit jährlich 10 Millionen Menschen an multiresistenten Keimen sterben werden, da es zu wenige wirksame Antibiotika gibt. Corona hat bisher weltweit 5,7 Millionen Tote gefordert.

Der Verbrauch von Antibiotika in Deutschland ist in den letzten Jahren zwar zurückgegangen, dennoch werden noch häufig viel zu viele Präparate verordnet, die kontraindiziert sind. Beispielsweise bei Infekten der oberen Atemwege, für die Viren verantwortlich sind, ist eine Antibiotikagabe völlig sinnlos. 670 Tonnen Antibiotika werden jährlich in Deutschland verordnet, ein großer Teil davon in der HNO-Medizin. Die Tiermedizin hat die eingesetzte Antibiotikamenge seit 2011 mehr als halbiert von 1.706 t auf 742 t, jedoch ist das mit Hinblick auf immer mehr multiresistente Keime unfassbar viel.

Die Entwicklung neuer wirksame Antibiotika ist nahezu zum Erliegen gekommen, hier wird kaum noch investiert. Dies wurde jüngst auch auf dem großen HNO-Kongress in Mannheim in wissenschaftlichen Vorträgen berichtet. Auf der 54. Fortbildungsveranstaltung für HNO-Ärzte war dieses Thema ein Schwerpunkt. Dabei wurde nicht nur über die fehlenden neuen Entwicklungen geklagt. Auch die Bedeutung von Antibiotika wurde breit diskutiert, so wurde beispielsweise darüber berichtet, das Fluorchinolone Komplikationen wie Sehnenrupturen, Aorten-Aneurysmen, Colitis oder Leberversagen bewirken können. Es handele sich dabei um sogenannte High-risk antibiotice.

In einem weiteren Vortrag wurde über Alternativen zur Antibiotikatherapie berichtet. Lokale Behandlung, beispielsweise in der HNO-Medizin, können durchaus auch mit Antiseptika statt Antibiotika therapiert werden. In den letzten Jahren werden zunehmend Antiseptika z. B. auf Basis von Hypochlorit (Plasma Liquid Produkte) eingesetzt. Sie wirken nicht nur gegen multiresistente Keime, wie MRSA oder Pseudomonas sondern auch gegen Viren und viele Pilze. Resistenzen werden nicht gebildet bei korrekter Anwendung. Die Produkte sind frei von körperfremden Stoffen und wirken rein physikalisch durch eine Ladung mit 850 mV. Sie sind nebenwirkungsfrei und auch für Schwangere und Kinder zertifiziert und zugelassen. Eine Studie konnte im letzten Jahr auch die Reduktion von 99,9% der Corona-Viren auf der Nasenschleimhaut nachweisen.

Herr Professor Dr. med. Georg Daeschlein aus dem Städtisches Klinikum Dessau, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Immunologisches Zentrum hat sich mit der Entwicklung dieser Präparate intensiv beschäftigt und wichtige Fortschritte erzielt. Professor Daeschlein forscht mithilfe von Schädelmodellen an der Weiterentwicklung der Präparate. Beobachtungen von Corona infizierten Patienten ergaben in Deutschland, dass viele Patienten durch Nutzung der Natriumhypochlorit Produkte ihre Infektionen abkürzen und Symptome signifikant lindern können. Außerdem sollte die Trägerrate verkürzt werden können, bei regelmäßiger täglicher Anwendung auf den Schleimhäuten.

Quellen:

Prof. Dr. med. Georg Daeschlein, Dessau, Infektionsarzt, Arzt

MVZ des städtischen Klinikums Dessau, Luchstraße 19,06862 Dessau

Arte-Dokumentation “Resistance Fighters”

54. Fortbildungsveranstaltung für HNO-Ärzte