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Donnerstag, 28. Juni 2007, 11:12 Uhr

Klinikum der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Psychische Belastungen und Probleme am Arbeitsplatz: Psychologisches Institut bietet Soforthilfe-Programm an

„Probleme bewältigen - Fit im Job“ bietet schnelle Hilfe für Betroffene - Projekt in Kooperation mit den Ersatzkassen und niedergelassenen Ärzten

Mainz – Stress am Arbeitsplatz kann zu depressiver Verstimmung, Konzentrationsproblemen, Herzrasen oder Erschöpfung führen. Umgekehrt können aber auch psychische Beschwerden die Ursache für Probleme am Arbeitsplatz sein. Wenn psychische Belastungssymptome länger anhalten und nicht frühzeitig fachspezifisch behandelt werden, können sie sich zu krankhaften Störungen entwickeln. Vor diesem Hintergrund hat die Poliklinische Institutsambulanz für Psychotherapie am Psychologischen Institut der Uni Mainz das Soforthilfe-Programm "Probleme bewältigen - Fit im Job" entwickelt, um Betroffenen möglichst schnell bei einer gesunden Bewältigung ihrer Schwierigkeiten zu helfen. Das psychotherapeutische Soforthilfe-Programm ist ein Angebot im Rahmen der Integrierten Versorgung und entstand in Kooperation mit niedergelassenen Ärzten und den Ersatzkassen in Rheinland-Pfalz. Es wendet sich an berufstätige Menschen, die aufgrund psychischer Beschwerden eine Beeinträchtigung ihrer Leistungsfähigkeit befürchten oder bei denen aus diesen Gründen bereits eine Arbeitsunfähigkeit eingetreten ist.

Erlebt jemand erstmals eine depressive Episode und wünscht sich psychotherapeutische Unterstützung, beträgt die Wartezeiten für einen ambulanten Psychotherapieplatz in der Regel einige Monate. "Auch zur Überbrückung dieser Wartezeit kann die Teilnahme an dem Soforthilfe-Programm dienen", erklärt Annette Wald vom Psychologischen Institut. "Oft kann es aber auch sein, dass eine reguläre ambulante Psychotherapie für die betreffende Person noch nicht notwendig ist und die Teilnahme am Soforthilfe-Programm ausreicht, um bestehende Schwierigkeiten erfolgreich zu bewältigen." In der Regel werden die Patienten durch den Hausarzt zugewiesen, der oft als erster erkennt, ob bei jemandem aufgrund psychischer Belastungen eine Arbeitsunfähigkeit droht.

Im Rahmen der Eingangsdiagnostik werden an der Poliklinischen Institutsambulanz zuerst zwei ausführliche Vorgespräche mit einer Psychotherapeutin oder einem Psychotherapeuten geführt, um die Entstehung und die Ausprägung der psychischen Belastung sowie die Probleme bei der Bewältigung der Arbeitsanforderungen aufzuzeigen. Dann entscheiden Psychotherapeut und Patient gemeinsam über die Teilnahme an dem Programm und legen gegebenenfalls die Ziele der Behandlung fest. Es besteht die Möglichkeit, an bis zu 30 Gruppensitzungen teilzunehmen, die jeweils dienstags und donnerstags von 18 bis 19.30 Uhr stattfinden und Hilfen beispielsweise zur Stressbewältigung, Depressionsbewältigung, Angstbewältigung, zur sozialen Kompetenz oder zum Umgang mit der Arbeit bieten. Zusätzlich können die Teilnehmer im Rahmen "offener" Sitzungen aktuelle Probleme besprechen.

Betroffene, die bei einer Ersatzkasse in Rheinland-Pfalz (TK, Barmer, DAK, KKH, GEK, Hamburg Münchner, KEH und HZK) versichert sind und die sich für eine Teilnahme interessieren, können sich an ihren Hausarzt, ihre Krankenkasse oder unter der Telefonnummer 06131-3924621 (mit dem Stichwort "Fit im Job") an die Poliklinische Institutsambulanz der Johannes Gutenberg-Universität wenden.

Kontakt und Informationen: Ansprechpartnerin Integrierte Versorgung "Probleme bewältigen - Fit im Job" Dipl.-Psych. Annette Wald, Psychologische Psychotherapeutin Psychologisches Institut Abt. Klinische Psychologie und Psychotherapie Johannes Gutenberg-Universität Mainz Tel. 06131 39-24621 Fax 06131 39-24623 E-Mail: awald@uni-mainz.de, http://www.klinische-psychologie-mainz.de