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Schizophrenie: Stigmatisierung hat tiefgreifende negative Auswirkungen auf Betroffene
©Spaces Images/Blend Images LLC

Schizophrenie: Stigmatisierung hat tiefgreifende negative Auswirkungen auf Betroffene

Zusammenfassung einer europäischen Befragung als Whitepaper
  • Die mit einer Schizophrenie-Diagnose verbundene Stigmatisierung kann zu massiver Belastung und sozialer Ausgrenzung führen – sowohl bei Patientinnen und Patienten als auch bei ihren Angehörigen und Betreuungspersonen.
  • Eine aktuelle europäische Befragung, die in einem Whitepaper von Teva vorgestellt wird, zeigt die belastenden Lebensumstände, mit denen Menschen mit Schizophrenie und ihre Angehörigen und Betreuungspersonen konfrontiert sind.1
  • Das Whitepaper unterstreicht den dringenden Bedarf, Menschen mit Schizophrenie sowie ihr Umfeld ganzheitlich zu unterstützen und einen gesellschaftlichen Wandel voranzutreiben, um ihre Lebenssituation zu verbessern.2

Ulm – Das von Teva veröffentlichte Whitepaper „Unter der Oberfläche: Die versteckten Ursachen und Folgen von Stigmatisierung bei Schizophrenie“ zeigt die schwierigen Lebensumstände auf, mit denen Menschen mit Schizophrenie täglich konfrontiert sind.

Das Whitepaper basiert auf einer von Oracle Life Sciences durchgeführten und von Teva finanzierten Befragung unter Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörigen und Betreuungspersonen in vier europäischen Ländern, einschließlich Deutschland. Ziel der Befragung war es, Einblicke in die Erfahrungen von Menschen mit Schizophrenie und ihrem unterstützenden Umfeld zu gewinnen. Die Ergebnisse zeigen die gravierenden Auswirkungen einer Schizophrenie-Diagnose und machen die umfassende Belastung durch Stigmatisierung deutlich, die Betroffene im Alltag erfahren.1

Das Leben nach der Diagnose ist nie mehr dasselbe

Die europäische Befragung ergab, dass 69 % der Patientinnen und Patienten (73 % in Deutschland) nach Erhalt der Diagnose Schizophrenie „Angst empfinden“, und 64 % befürchteten, „nie wieder ein normales Leben führen zu können“. Für viele Betroffene bestätigt sich diese Sorge, da die persönlichen und sozialen Auswirkungen erheblich sein können. Fast drei Viertel (73 %) der Befragten sind der Ansicht, dass ihnen durch die Erkrankung wichtige „Lebensmomente“ verloren gehen und 65 % erleben nur selten einen „guten Tag“ (51 % in Deutschland).¹

Stigmatisierung als zusätzliche Belastung

Die Befragung zeigt zudem, dass gesellschaftliche Stigmatisierung und Selbststigmatisierung nach der Diagnose häufig auftreten und eine zusätzliche Belastung darstellen. Diese Stigmatisierung hat erhebliche negative Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen. Das Whitepaper zeigt daher erforderliche strukturelle Veränderungen im Gesundheits-, Sozial- und Beschäftigungssektor auf, um Wohlbefinden und gesellschaftliche Teilhabe zu fördern.2

Die Befragung ergab zudem:1

  • 91 % der Menschen mit Schizophrenie (92 % in Deutschland) berichten von negativen Auswirkungen auf die Wahrnehmung ihrer Person durch andere und auf ihr Selbstbild; 69 % fühlen sich beschämt und versuchen, ihre Erkrankung zu verbergen.
  • 71 % berichten, dass andere Menschen sie als gefährlich und unberechenbar wahrnehmen, während 68 % Angst, Unbehagen oder Vermeidung durch andere erfahren haben.
  • Zwei Drittel (66 %) gaben an, aufgrund ihrer Erkrankung Ausgrenzung und ungerechte Behandlung erlebt zu haben. Dies beschränkt sich nicht nur auf ihr soziales Umfeld: 63 % haben institutionelle oder systemische Diskriminierung erlebt, und 74 % berichten, dass sich Schizophrenie negativ auf ihre Arbeitssituation ausgewirkt hat und häufig ihre berufliche Weiterentwicklung verhindert hat.

„Menschen, die mit Schizophrenie leben, stehen vor enormen Herausforderungen. Die Gesellschaft verstärkt diese Belastung häufig durch Missverständnisse und eine tief verwurzelte Angst vor der Erkrankung, die zu Stigmatisierung und Ausgrenzung führt“, unterstrich Péter Kéri, Präsident des Global Alliance of Mental Illness Advocacy Network (GAMIAN), im Rahmen einer von POLITICO EU organisierten und von Teva finanziell unterstützten virtuellen Panel-Diskussion anlässlich des Welttags für psychische Gesundheit.3 „Eine Diagnose sollte Unterstützung bringen und nicht Angst und Scham. Entscheidungsträger müssen veraltete Strukturen überarbeiten, und Gesundheitsdienstleister sollten ihre Versorgungsansätze überdenken, Menschen verdienen Fürsorge, Würde und die Chance, nicht abgestempelt zu werden. Wir können die Erkrankung verurteilen, aber nicht die Menschen, die mit ihr leben.“3

Auch das Leben der Pflege- und Betreuungspersonen ist stark betroffen

Die Umfrage machte zudem deutlich, wie stark Schizophrenie Pflege- und Betreuungspersonen beansprucht, die häufig aus dem familiären Umfeld stammen. In drei von vier der teilnehmenden europäischen Länder gab fast die Hälfte der Befragten an, durchschnittlich zwischen 11-20 Stunden pro Woche für die Betreuung aufzuwenden. Viele sehen sich dadurch mit eigenen Herausforderungen konfrontiert:1

  • 82 % fühlen sich allein gelassen
  • 79 % geben an, dass sich die Betreuungsverantwortung negativ auf ihre eigene berufliche Situation auswirkt
  • 75 % betonen die negativen Auswirkungen auf ihr Sozialleben
  • 72 % berichten von einer Belastung ihrer persönlichen Beziehungen
  • 67 % fühlen sich vom Gesundheitssystem im Stich gelassen

„Angehörige werden häufig als das unsichtbare Unterstützungssystem beschrieben und tatsächlich tragen sie einen erheblichen Teil der Pflegeverantwortung – oft ohne ausreichende Unterstützung“, erklärte John Saunders, Executive Director der European Federation of Associations of Families of People with Mental Illness (EUFAMI) im Rahmen des von Teva unterstützten POLITICO-Events. „Jeder umfassende Ansatz zur Unterstützung von Menschen mit Schizophrenie muss auch die Bedürfnisse der Angehörigen in den Mittelpunkt stellen, um ihre essenzielle Rolle bei der Bereitstellung dringend benötigter Unterstützung sicherzustellen.“3

Forderung nach einem multidisziplinären Ansatz zur Bekämpfung von Stigmatisierung

Obwohl Gesundheitssysteme grundsätzlich gut zugänglich sind, zeigt das Whitepaper auf, dass sie nicht ausreichend an die Bedürfnisse von Menschen mit Schizophrenie angepasst wurden.2 Symptome und medikamentöse Behandlung werden priorisiert, doch 56 % der Befragten (49 % in Deutschland) gaben an, dass nur wenig Zeit bleibt, um über weitergehende Unterstützungsangebote wie emotionale Hilfe, Beratung, Beschäftigung oder Wohnsituation zu sprechen.1

Das Whitepaper fordert einen ganzheitlicheren Ansatz im Umgang mit Schizophrenie, der Gesundheitsdienstleister, politische Entscheidungsträger und Unterstützung aus dem sozialen Umfeld einbindet – nicht nur zur Behandlung der Erkrankung selbst, sondern auch, um gesellschaftlichen Druck abzubauen und Stigmatisierung von Anfang an möglichst zu minimieren.

Um die Belastung durch die Erkrankung und die damit verbundene Stigmatisierung zu reduzieren, ist die frühzeitige Einführung multidisziplinärer Interventionsstrategien entscheidend. Diese verbinden klinische Versorgung mit emotionaler Unterstützung, Aufklärung und sozialer Integration sowohl für Menschen mit Schizophrenie als auch für deren Angehörige.2

„Die Stigmatisierung aufgrund einer Schizophrenie-Diagnose ist nicht nur ein persönliches, sondern ein tief verwurzeltes gesellschaftliches Problem“, betonte Pinar Kokturk, Vice President, Head of Medical Affairs, Teva Pharmaceuticals Europe, während der POLITICO-Veranstaltung. „Im Laufe der Jahre wurden nur geringe Fortschritte erzielt, und Patientinnen und Patienten sowie Betreuungspersonen fühlen sich aufgrund von falschen Vorstellungen der Öffentlichkeit über die Erkrankung und unzureichender Unterstützung bei der Bewältigung ihrer Lebensumstände weiterhin alleingelassen und isoliert. Wir hoffen, dass unser Whitepaper als Katalysator wirkt, um das Bewusstsein für die Dringlichkeit dieser Herausforderungen zu schärfen und so zu mehr Aufmerksamkeit, zu politischen Veränderungen sowie zu tragfähigen Unterstützungssystemen beizutragen, die eine bessere gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen.“3

Das Whitepaper „Unter der Oberfläche: Die versteckten Ursachen und Folgen von Stigmatisierung bei Schizophrenie“ steht unter folgendem Link zum Download zur Verfügung: https://www.teva.de/therapie-und-forschung/innovative-therapien/psychische-erkrankungen/schizophrenie/whitepaper-schizophrenie.html

Hinweise für die Redaktion

Über die Patientinnen- und Patienten- sowie Angehörigen-Stigma-Umfrage

Die in diesem Whitepaper dargestellten Daten stammen aus der Patientinnen- und Patienten- sowie Angehörigen-Stigma-Umfrage 2025 (Projektnummer: 400363542, MR-001612), die von Teva finanziert und von Oracle Life Sciences durchgeführt wurde. Es handelte sich um eine Online-Umfrage unter erwachsenen Patientinnen und Patienten mit Schizophrenie sowie deren (unbezahlten) Betreuungspersonen im Alter von 18 Jahren und älter, die im Juni und Juli 2025 in Europa durchgeführt wurde. Insgesamt nahmen 181 Personen teil (51 in Deutschland, 50 im Vereinigten Königreich, 50 in Italien und 30 in Spanien). Ziel der Umfrage war es, die Faktoren zu verstehen, die zur Belastung durch Stigmatisierung bei diesen Patientinnen und Patienten beitragen, sowie ihre Wahrnehmung der Unterstützung, die sie im Gesundheitswesen erhalten.

Über Teva Deutschland

Teva Deutschland ist Teil von Teva Pharmaceuticals, einem der weltweit führenden innovativen biopharmazeutischen Unternehmen, das von einem starken Generikageschäft getragen wird.
Seit 125 Jahren setzt sich Teva für ein gesünderes Leben ein. Das Unternehmen entwickelt innovative Lösungen in Neurowissenschaften und Immunologie sowie komplexe Generika, Biosimilars und etablierte Arzneimittelmarken, um die Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten heute und in Zukunft zu erfüllen.
In Deutschland sind rund 2.900 engagierte Mitarbeitende an den Standorten in Ulm und Blaubeuren/Weiler tätig – damit ist Deutschland einer der größten und komplexesten Standorte des Teva Konzerns. Hier entstehen Arzneimittel für unterschiedliche Therapiegebiete – von Generika über innovative Produkte bis hin zu biotechnologischen Medikamenten. Zu Teva Deutschland gehört außerdem Deutschlands bekannteste Arzneimittelmarke ratiopharm, die seit über 50 Jahren für Arzneimittel von hoher Qualität zu einem günstigen Preis steht.

Zur Veröffentlichung freigegeben, um Belegexemplar wird gebeten.

Agenturkontakt
Verena van Elst
Schambachweg 22
14089 Berlin
Tel.: +49 30 58 75 75 78

Quellen
[1] ORACLE Patients and Carers Stigma Survey 2025. Project number: 400363542, MR-001612
[2] White Paper. What lies beneath: Uncovering the hidden drivers and impact of stigma in schizophrenia. 2025. Created and Funded by Teva. Online unter: https://www.tevapharm.com/globalassets/tevapharm-vision-files/teva-white-paper-uncovering-hidden-drivers-and-impact-stigma-in-schizophrenia.pdf
[3] Statement im Rahmen einer virtuellen Panel-Diskussion „Behind the numbers: schizophrenia, stigma and the path to inclusion“, POLITICO EU, 10.10.2025