Übersicht / Kongress für Gesundheitsnetzwerker / Meldung vom 25.02.2020

Dienstag, 25. Februar 2020, 12:22 Uhr

Kongress für Gesundheitsnetzwerker

15. Kongress für Gesundheitsnetzwerker vom 17. bis 18. März 2020 in Berlin

Shortlist zum Preis für Gesundheitsnetzwerker

Berlin – Die Jury hat getagt und die Shortlist zum Preis für Gesundheitsnetzwerker vorgelegt: Zehn Projekte sind noch im Rennen um die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung. Wer die Auszeichnung dieses Jahr erhält, wird am 17. März 2020 verraten – dann findet die offizielle Preisverleihung im dbb forum berlin statt.

Zum neunten Mal werden mit dem von der BERLIN-CHEMIE AG gestifteten Preis Projekte gekürt, die sich auf innovative Weise für eine sektorübergreifende, zukunftweisende Gesundheitsversorgung einsetzen.

Das sind die zehn Nominierten im Überblick:

Auf mehr persönliche Begleitung und Unterstützung setzt der Schlaganfall-Ring Schleswig-Holstein e. V., Kiel, mit seinem Projekt Bezugstherapeuten (BZT) Neurorehabilitation. Hier konzipieren und steuern Fachkräfte aus Logopädie sowie Physio- und Ergotherapie die bedarfsgerechte Nachsorge nach einem Schlaganfall und sind als persönliche Bezugspersonen in engem Kontakt mit den Betroffenen und Angehörigen. Auch das Projekt Begleitung von Patienten mit Demenz und Delir des Diakonie-Klinikums Schwäbisch Hall schafft mehr menschliche Nähe und Unterstützung: Speziell weitergebildete Ehrenamtliche stehen Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen während eines Krankenhausaufenthalts zur Seite und entlasten somit die Betroffenen und deren Angehörige ebenso wie das Krankenhauspersonal. Und bei MAMBO – bedarfsorientiertes Versorgungsmanagement, einem Projekt der pronova BKK, Ludwigshafen, übernehmen sogenannte Care und Case Managerinnnen und Manager den Hausbesuch mehrfach Erkrankter und erfüllen dabei koordinative und delegierbare Aufgaben. Sie sind somit nah dran am Menschen und entlasten zugleich die Hausarztpraxis. Für die lückenlose Kommunikation in diesem praxisübergreifenden Projekt sorgt eine netzeigene Patientenakte.

Bessere Vernetzung dank digitaler Möglichkeiten – der Name ist Programm beim „Mein AOK-Gesundheitsnetz“ der HaffNet Management GmbH, Ueckermünde. Das mit der AOK Nordost aufgebaute Gesundheitsnetz nutzt digitale Technologien für eine vernetzte Versorgung, die alle Sektoren einschließt. Eine gemeinsame digitale Patientenakte mit integriertem Einweisungs- und Entlassmanagement dient dabei der schnellen Kommunikation – auch mit den örtlichen Kliniken.

Wie nützlich und entlastend der Einsatz von E-Health sein kann, wird im Projekt SoMa-WL Wundmanagement der MuM Medizin und Mehr eG, Bünde, ersichtlich. Hier versorgt eine netzeigene Wundfachkraft die Patientinnen und Patienten vor Ort und zieht, wenn nötig, mittels elektronischer Visite eine ärztliche Meinung hinzu. Die digitale Dokumentation erspart Doppelarbeit. Auch die MVZ Birkenallee GmbH, Papenburg, kombiniert für mehr Zielgenauigkeit im Projekt Versorgung rheumatoid erkrankter Patienten die Betreuung durch speziell geschultes nichtärztliches Personal mit der Videosprechstunde, die bei Bedarf fachärztliche Unterstützung hinzuzieht. Und in strukturschwachen Gegenden kann E-Health Versorgungslücken vermeiden, wie das Projekt TelemedNetz.SH der ife Gesundheits-GmbH, Nehmten, zeigt: Hier kommt Telemedizin inklusive Diagnostik im Rahmen der Notfalltriage zum Einsatz, aber auch bei der hausärztlichen Versorgung in der stationären Altenpflege.

Bei zwei der nominierten Projekte handelt es sich um digitale Patientenanwendungen für Patientinnen und Patienten, die in die ärztliche Behandlung eingebettet sind: GET.SLEEP – digitale Behandlung von Schlafstörungen von HelloBetter, Hamburg, bietet ein Onlinetraining gegen Schlafstörungen. Eine gemeinsame Weiterbehandlung mit Fachärzten und Schlaflaboren ist bei Bedarf möglich. Ziel ist es, den unnötigen Einsatz von Medikamenten zu reduzieren. Auch die Universitätsfrauenklinik Heidelberg nutzt mobile Devices und will mit der App Mind: Pregnancy – digitales Achtsamkeitstrainingpsychischen Belastungen in der Schwangerschaft vorbeugen.

Im Projekt Invirto – die Therapie gegen Angst der Sympatient GmbH, Hamburg, kommt schließlich Virtual-Reality-Technologie bei der Behandlung von Angststörungen zum Einsatz: Nach der ärztlichen Diagnose und unter psychotherapeutischer Begleitung erfolgt die Anwendung im häuslichen Umfeld der Betroffenen.

Die komplette Shortlist ist ab sofort unter www.gesundheitsnetzwerker.de einsehbar.

Wir laden Sie herzlich zur Preisverleihung ein: Sie findet am 17. März 2020 zum Kongressauftakt nach der Begrüßung um 10.00 Uhr statt.

Der 15. Kongress für Gesundheitsnetzwerker findet vom 17. bis 18. März 2020 im dbb forum berlin statt.

Weitere Informationen zum Kongress und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter: www.gesundheitsnetzwerker.de

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