Die Universitätsklinik Köln hat erste klinische Daten zur intraoperativen Anwendung von kaltem atmosphärischem Plasma (CAP) in der Gefäßchirurgie veröffentlicht(1). Die Ergebnisse einer aktuellen Pilotstudie, erschienen im Journal of Clinical Medicine, deuten darauf hin, dass CAP bei Hochrisiko-Patient:innen das Potenzial haben könnte, schwere Wundheilungsstörungen nach gefäßchirurgischen Eingriffen deutlich zu reduzieren.
Untersucht wurde der Einsatz des Argon-Kaltplasma-Jets kINPen® MED bei Patient:innen mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK), bei der die Wundheilung aufgrund chronischer Durchblutungsstörungen häufig erschwert ist. Die Behandlung erfolgte einmalig und kontaktlos an den Wundrändern nach der subkutanen Naht und vor dem Hautverschluss.
An der Pilotstudie nahmen insgesamt 50 Hochrisiko-Patient:innen teil. 25 Patient:innen erhielten zusätzlich zur Standardversorgung eine CAP-Behandlung, während 25 Patient:innen ausschließlich nach dem Standardverfahren versorgt wurden. In der CAP-Gruppe musste bei 8 % der Patient:innen aufgrund schwerer Wundheilungsstörungen eine chirurgische Revision durchgeführt werden. In der Kontrollgruppe lag dieser Anteil bei 32 %.
Die Forschenden um Dr. med. Ursula Werra betonen, dass es sich um erste Pilotdaten handelt und größere multizentrische, randomisierte Studien erforderlich sind, um den klinischen Nutzen weiter zu bestätigen und zu evaluieren.
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(1) Klein: Werra, U.E.M.; Ahmad, W.; Schoepal, M.; Trinh, T.T.; Dorweiler, B. Intraoperative Application of Cold, Atmospheric Plasma Reduces Inguinal Wound Healing Disorders—A Pilot Study. J. Clin. Med. 2025, 14, 7533. https://doi.org/10.3390/jcm14217533
