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Zukunftspreis 2026: vdek prämiert wegweisende Projekte für gendersensible Versorgung

Preis der Sozialen Selbstverwaltung

Berlin – „Gesundheit für alle Geschlechter“ – unter diesem Motto steht der Zukunftspreis 2026 des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek). Am 7. Oktober 2026 wurden im Rahmen der Veranstaltung „vdek-Zukunftsforum“ die Preisträgerinnen und Preisträger in Berlin geehrt.

Ausgezeichnet wurden Projekte, die sich für eine geschlechtersensible Gesundheitsversorgung einsetzen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie unterschiedliche gesundheitliche Voraussetzungen und Bedürfnisse von Frauen und Männern in Lehre, Diagnostik und Therapie besser berücksichtigt werden können. Der mit insgesamt 25.000 Euro dotierte vdek-Zukunftspreis geht an drei Projekte:

Erster Preis: Fortbildung für geschlechter‑ und kultursensible Versorgung im Notfall

Der erste Preis und damit 12.000 Euro gehen an die München Klinik für ihre Fortbildung „Culture, Sex & Gender in der Notfallmedizin“. Sie vermittelt allen Berufsgruppen der Notfallmedizin, wie Geschlecht und kultureller Hintergrund die Versorgung von Notfallpatientinnen und ‑patienten beeinflussen können. Die Online-Lerninhalte und praktischen Übungen sollen helfen, eigene Denkmuster zu erkennen und zu hinterfragen sowie für amögliche Unterschiede zu sensibilisieren, sodass alle Patientinnen und Patienten im Notfall gleich gut versorgt werden.

Zweiter Preis: Geschlechtersensible Unterstützung gegen das Rauchen

Der mit 8.000 Euro dotierte zweite Preis geht an das Projekt „Geschlechtersensible Raucherentwöhnung“ der Charité Berlin. Im Mittelpunkt steht der innovative Ansatz, bei der Rauchentwöhnung gezielt die Unterschiede zwischen den Geschlechtern zu berücksichtigen. Denn Frauen und Männer unterscheiden sich darin, aus welchen Gründen und in welchen Situationen sie rauchen. Während das Rauchen bei Männern häufiger einen sozialen Aspekt hat, spielt bei Frauen der Umgang mit Stress eine größere Rolle. Diese Unterschiede gezielt zu berücksichtigen, ermöglicht eine passgenauere und erfolgversprechendere Rauchentwöhnung.

Dritter Preis: Geschlechtersensible Medizin in die Lehre bringen

Der dritte Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und geht an die Medizinische Fakultät der Technischen Universität Dresden für ihre interdisziplinäre Online-Veranstaltungsreihe „Geschlechtersensible Medizin“. In zehn Vorlesungen vermittelt sie Studierenden und Fachkräften, wie sich Geschlechterunterschiede auf Diagnostik, Behandlung und Forschung auswirken. Ziel ist es, das Bewusstsein für diese Unterschiede zu schärfen und geschlechtersensible Medizin nachhaltig in Lehre und Versorgung zu verankern.

Film stellt Preisträgerprojekte vor

Alle drei Preisträgerprojekte werden in dem Film „vdek-Zukunftspreis 2026 – Gesundheit für alle Geschlechter“ vorgestellt. Weitere Informationen zum vdek-Zukunftspreis sind auf unserer Übersichtsseite zu finden.

vdek-Zukunftspreis: Ein Preis der Sozialen Selbstverwaltung

Der vdek-Zukunftspreis wird von der Sozialen Selbstverwaltung der sechs Ersatzkassen TK, BARMER, DAK-Gesundheit, KKH, hkk und HEK vergeben. Seit 2010 werden damit innovative Ideen und Konzepte ausgezeichnet, die die gesundheitliche Versorgung weiterentwickeln. Über die Preisträgerinnen und Preisträger entscheidet eine Jury aus Expertinnen und Experten aus Gesundheitspolitik, Medizin und Selbstverwaltung.