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Aktionsbündnis Seelische Gesundheit feiert 20-jähriges Bestehen in Berlin

Aktionsbündnis Seelische Gesundheit feiert 20-jähriges Bestehen in Berlin

Für Akzeptanz – gegen Ausgrenzung:

Seit zwei Jahrzehnten setzt sich das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit konsequent für Entstigmatisierung, Aufklärung und Vernetzung im trialogischen Miteinander ein. Ziel ist es, Menschen mit psychischen Erkrankungen und ihre Angehörigen zu stärken, Ausgrenzung entgegenzuwirken und das Thema nachhaltig in Politik, Fachwelt und Öffentlichkeit zu verankern. Unter dem Motto „Gemeinsam für psychische Gesundheit“ nutzt das Bündnis das Jubiläumsjahr 2026 bewusst für eine doppelte Perspektive: Erreichte Fortschritte werden gewürdigt, gleichzeitig werden bestehende strukturelle und gesellschaftliche Herausforderungen klar benannt.

„Die Entwicklung hin zu einer offenen, solidarischen Gesellschaft ist kein Selbstläufer. Sie stellt uns seit 20 Jahren immer wieder vor neue Herausforderungen“, sagt der Vorsitzende Dr. Raoul Borbé. „Trotz wachsender Aufmerksamkeit und einer breiteren Sensibilisierung in den Medien und der Öffentlichkeit erleben viele Menschen mit psychischen Erkrankungen weiterhin Stigmatisierung, eingeschränkte Teilhabe und Versorgungslücken – das bleibt politisch hoch relevant.“  Gerade für bestimmte Erkrankungen – wie etwa Schizophrenie – habe die Stigmatisierung in Teilen sogar zugenommen, während andere Krankheitsbilder wie Depressionen heute gesellschaftlich stärker akzeptiert seien – insbesondere durch eine größere Sichtbarkeit in den Sozialen Medien.

Zum Jubiläum möchte das Bündnis aus 190 Organisationen Impulse für die zukünftige Antistigma-Arbeit in Deutschland setzen und lädt zu einer öffentlichen Fachveranstaltung am 7. Mai 2026 in Berlin ein. Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Politik, Versorgung sowie aus Betroffenen- und Angehörigenperspektive diskutieren, wie gesellschaftliche Teilhabe und Inklusion weiter gestärkt werden können. Dabei sind:

  • Prof. Euphrosyne Gouzoulis-Mayfrank, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V. (DGPPN)
  • Teresa Enke, Vorsitzende der Robert-Enke-Stiftung und Mental-Health-Aktivistin
  • Dr. Kirsten Kappert-Gonther, MdB (Bündnis 90/Die Grünen) und Mitglied im Ausschuss für Gesundheit
  • Prof. Georg Schomerus, Stigmaforscher und Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Leipzig
  • Laura Wiesböck, Soziologin und Expertin zum Thema Social-Media-Trends, Wien

Im Anschluss findet ein festlicher Ausklang statt – unter anderem mit den Singing Shrinks, dem weltweit einzigen Chor aus Fachleuten der Psychiatrie und Psychologie.

Die Veranstaltung richtet sich an Fachpublikum, politische Verantwortliche, Medien sowie an Betroffene und Angehörige.

Auf einen Blick

ABSG-Jubiläumsveranstaltung: 20 Jahre gemeinsam für psychische Gesundheit
Donnerstag, 7. Mai 2026 | 16:00–20:00 Uhr

AUDITORIUM FRIEDRICHSTRASSE
Friedrichstraße 180, 10117 Berlin

Weitere Informationen, Anmeldung sowie die ABSG-Chronik 2006 bis 2026 finden Sie unter www.seelischegesundheit.net.

Hintergrund

Im Aktionsbündnis Seelische Gesundheit engagieren sich Betroffene, Angehörige und Fachleute gleichberechtigt im trialogischen Austausch. Gemeinsam arbeiten sie daran, Versorgung zu verbessern, Aufklärung zu fördern und gesellschaftliche Teilhabe zu stärken. Gegründet wurde das Bündnis 2006 von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) sowie dem Verein Open the Doors als Teil eines internationalen Antistigma-Programms. Heute zählen rund 190 Organisationen zum Netzwerk. Träger ist die DGPPN; seit 2008 besteht eine Kooperation mit dem Bundesministerium für Gesundheit.