Dauerhaft verstopfte Nase, eingeschränkter Geruchssinn und Atembeschwerden: Hinter diesen Symptomen können chronische Entzündungen stecken, die nicht nur die Nase, sondern auch die unteren Atemwege betreffen. Mit seiner neuen Aufklärungskampagne „Atmen. Riechen. Leben.“ informiert der Deutsche Allergie- und Asthmabund e. V. (DAAB) über die Zusammenhänge zwischen chronischer Rhinosinusitis, Nasenpolypen und Asthma.
Im Mittelpunkt stehen das frühzeitige Erkennen von Beschwerden, ein besseres Verständnis der zugrunde liegenden Entzündungsprozesse und neue Möglichkeiten der Behandlung.
Wenn die Nase dauerhaft verstopft ist
Eine verstopfte Nase kennt fast jeder. Meist steckt eine Erkältung oder eine Allergie dahinter. Doch wenn die Beschwerden über Wochen und Monate bestehen bleiben, der Geruchssinn nachlässt oder Druckgefühle im Gesicht auftreten, kann eine chronische Rhinosinusitis (CRS) die Ursache sein. Dabei handelt es sich um eine anhaltende Entzündung der Schleimhäute von Nase und Nasennebenhöhlen. Bei einem Teil der Betroffenen bilden sich zusätzlich gutartige Schleimhautwucherungen, sogenannte Nasenpolypen.
Die Beschwerden können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Betroffene berichten unter anderem über Schlafprobleme, eingeschränkte Leistungsfähigkeit und den Verlust des Geruchssinns. Dennoch werden die Symptome häufig lange als gewöhnlicher Schnupfen oder Allergie eingeordnet.
Nasenpolypen und Asthma: Häufig steckt eine gemeinsame Entzündung dahinter
Was viele Menschen nicht wissen: Chronische Nasennebenhöhlenentzündungen mit Nasenpolypen (CRSwNP) und bestimmte Formen von Asthma können eng miteinander zusammenhängen. Etwa die Hälfte der erwachsenen Menschen mit chronischer Rhinosinusitis und Nasenpolypen leidet gleichzeitig unter Asthma.
Eine wichtige Rolle spielt dabei die sogenannte Typ-2-Inflammation. Bei dieser Form der Entzündung sind bestimmte Immunzellen und Botenstoffe besonders aktiv. Sie können sowohl die Schleimhäute der Nase und Nasennebenhöhlen als auch die Bronchien betreffen.
Diese Zusammenhänge sind für die Behandlung von Bedeutung. Denn wer sowohl unter Asthma als auch unter chronischen Beschwerden der Nase leidet, sollte beide Erkrankungen gemeinsam betrachten und behandeln lassen.
Neue Behandlungsmöglichkeiten eröffnen Perspektiven
Die Behandlung chronischer Nasennebenhöhlenentzündungen mit Nasenpolypen hat sich in den vergangenen Jahren weiterentwickelt. Neben bewährten Maßnahmen wie kortisonhaltigen Nasensprays, Nasenspülungen und gegebenenfalls operativen Eingriffen stehen für bestimmte Patientinnen und Patienten mit schwerer, unzureichend kontrollierter Erkrankung inzwischen auch zielgerichtete Medikamente, sogenannte Biologika, zur Verfügung.
Diese greifen gezielt in bestimmte Entzündungsprozesse ein und können dazu beitragen, Beschwerden zu lindern und die Krankheitskontrolle zu verbessern.
Entscheidend ist, die Behandlung regelmäßig zu überprüfen. Bleiben die Nase dauerhaft verstopft, der Geruchssinn eingeschränkt oder das Asthma unzureichend kontrolliert, sollte ärztlich geklärt werden, ob die bisherige Therapie ausreicht oder weitere Behandlungsmöglichkeiten infrage kommen.
DAAB setzt auf verständliche Patienteninformation
Mit der Kampagne „Atmen. Riechen. Leben. – Entzündung der Nase, Polypen und Asthma verstehen – neue Perspektiven entdecken“ möchte der DAAB Betroffene dabei unterstützen, die Erkrankung besser zu verstehen und informierte Entscheidungen gemeinsam mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten zu treffen.
Blogartikel, Podcasts, kurze Erklärvideos und Social-Media-Beiträge greifen Fragen aus dem Alltag auf: Woran lassen sich Nasenpolypen erkennen? Was unterscheidet eine Allergie von einer chronischen Entzündung? Welche Rolle spielt die Typ-2-Inflammation? Und welche Möglichkeiten gibt es, wenn die bisherige Behandlung nicht ausreichend hilft?
Die Kampagne richtet sich an Menschen mit chronischen Beschwerden der Nase und Nasennebenhöhlen, Nasenpolypen oder Asthma sowie an Angehörige und Interessierte.
Weitere Informationen zur Kampagne
Alle Informationen und Angebote finden Interessierte unter:
https://www.daab.de/atemwege/nasennebenhoehlenentzuendungen-und-nasenpolypen
Die Kampagneninhalte werden außerdem über die Social-Media-Kanäle, den Blog und den Podcast des DAAB verbreitet.
Internet: www.daab.de
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Die Aufklärungskampagne wird freundlich unterstützt von der AstraZeneca GmbH sowie der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH / Regeneron GmbH.
Über den Deutschen Allergie- und Asthmabund e. V. (DAAB)
Der Deutsche Allergie- und Asthmabund e. V. setzt sich als Patientenorganisation für die Interessen von Menschen mit Allergien, Asthma, COPD, Neurodermitis und weiteren allergischen sowie chronisch-entzündlichen Erkrankungen ein. Er informiert, berät und unterstützt Betroffene und engagiert sich für eine bessere Versorgung und mehr Lebensqualität.
