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Den eigenen Kalorienbedarf verstehen und nutzen: Online-Rechner der Stiftung Gesundheitswissen bietet Orientierung

Pressemitteilung

Berlin – Jeden Tag informieren sich viele Menschen im Internet über ihren Kalorienbedarf. Doch was genau sind Kalorien, welche Rolle spielen sie für die Gesundheit und hilft das Wissen um eine bloße Zahl dabei, sich gesund zu ernähren? Die Stiftung Gesundheitswissen informiert über die Grundlagen des Energiebedarfs und stellt einen Online-Kalorienbedarfsrechner bereit. Dieser unterstützt dabei, den persönlichen Bedarf realistisch einzuschätzen, und ordnet ein, was diese Kennzahl für den Alltag leisten kann – und was nicht.

Was sind Kalorien?

Um lebenswichtige Aufgaben zu erfüllen, benötigt der menschliche Körper Energie. Dafür essen und trinken wir. Energie wird beispielsweise für die Atmung, das Denken, die Verdauung sowie für jede körperliche Bewegung benötigt. In diesem Zusammenhang kommen Kalorien ins Spiel:

  • Maßeinheit für Energie: Die Kalorie ist eine Maßeinheit – ähnlich wie Meter oder Kilogramm. Mit ihr lässt sich angeben, wie viel Energie in Lebensmitteln steckt und wie viel Energie der Körper bei bestimmten Tätigkeiten verbraucht.
  • Kilokalorien: Eine Kilokalorie entspricht 1.000 Kalorien. Sprechen wir im Alltag umgangssprachlich von Kalorienwerten, ist in der Regel der Wert in Kilokalorien gemeint. Auf Lebensmittelverpackungen findet sich dafür üblicherweise die Angabe „kcal“.
  • Beispiele aus dem Alltag: Eine Banane enthält etwa 100 Kilokalorien, während eine Pizza Salami bis zu 1.000 Kilokalorien aufweisen kann – eine einzige Pizza kann somit genauso viel Energie liefern wie zehn Bananen. Eine Tasse schwarzer Kaffee kommt auf vier Kilokalorien; mit Milch steigt der Wert auf rund 20 Kilokalorien und mit zwei Stück Zucker auf etwa 50 Kilokalorien. Wasser hingegen enthält gar keine Kalorien.

Was haben Kalorien mit der Gesundheit zu tun?

Der Körper nutzt die über die Nahrung aufgenommene Energie, um rund um die Uhr lebenswichtige Prozesse wie Herzschlag, Atmung, Verdauung oder Gehirnfunktion aufrechtzuerhalten. Das Verständnis des eigenen Energiebedarfs kann dazu beitragen, ein gesünderes Leben zu führen:

  • Energieüberschuss: Bekommt der Körper mehr Energie, als er benötigt, legt er diese als Reserve an – zum Beispiel in Form von Fett. Wer dauerhaft zu viel Energie aufnimmt, baut immer mehr Körperfett auf. Ein hoher Anteil an Körperfett kann wiederum verschiedene Krankheiten begünstigen.
  • Energiedefizit: Erhält der Körper über längere Zeit weniger Kalorien als verbraucht werden, bezieht er die benötigte Energie aus seinen Reserven. In der Folge nehmen wir ab.

Warum ist der Energiebedarf individuell verschieden?

Warum können manche Menschen scheinbar mehr essen als andere, ohne zuzunehmen? Die Antwort liegt im individuellen Energiebedarf. Dieser hängt zum einen vom sog. Grundumsatz ab und zum anderen, wie aktiv man sich bewegt: Im Alter von 25 bis 50 Jahren verbrauchen Frauen bei einer vorwiegend sitzenden Tätigkeit im Beruf und wenig Bewegung in der Freizeit etwa 1.800 Kilokalorien am Tag, Männer unter gleichen Bedingungen etwa 2.300 Kilokalorien*. Menschen mit körperlich anstrengenden Berufen oder Personen, die regelmäßig Sport treiben, verbrauchen mehr. Weitere Einflussfaktoren auf den individuellen Kalorienverbrauch sind:

  • Muskelmasse: Muskeln verbrauchen mehr Energie als Fettgewebe. Wer einen höheren Muskelanteil hat und Sport treibt, besitzt folglich einen höheren täglichen Energiebedarf.
  • Geschlechtsunterschiede: Da Männer in der Regel über mehr Muskelmasse und weniger Körperfett verfügen als Frauen, ist ihr Kalorienbedarf meist höher.
  • Faktor Alter: Mit zunehmenden Jahren laufen Körperfunktionen langsamer ab und der Energiebedarf sinkt.
  • Stoffwechsel & Genetik: Auch Hormone, der individuelle Stoffwechsel sowie die Genetik beeinflussen den Grundumsatz.

Den eigenen Kalorienbedarf ermitteln – das Angebot der Stiftung Gesundheitswissen

Der tägliche Energieverbrauch ist keine starre Größe. Wer sich im Alltag mehr bewegt oder gezielt Sport treibt, kann seinen Kalorienbedarf aktiv erhöhen. Um Interessierten eine individuelle Orientierung zu ermöglichen, stellt die Stiftung Gesundheitswissen auf ihrer Website einen Online-Kalorienrechner zur Verfügung. Dieser berücksichtigt persönliche Faktoren wie Alter, Geschlecht, Größe, Gewicht sowie das körperliche Aktivitätslevel. Der Rechner kann dazu beitragen, den eigenen Bedarf realistischer einzuschätzen und das persönliche Ernährungsverhalten im Alltag besser einzuordnen und eventuell anzupassen.

Zu unserer Gesundheitsinformation:

Kalorienbedarf: Wie kann ich ihn berechnen? (https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/gesunde-ernaehrung/kalorienbedarf)

Quellenangabe:

*Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Energie; 2015. Verfügbar unter: https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/energie/ [21.10.2026].                                                                                                                 

Über die Stiftung Gesundheitswissen:

Die Stiftung Gesundheitswissen ist eine gemeinnützige, operative Stiftung. Sie vermittelt wissenschaftlich fundiertes, leicht verständliches und kostenfreies Gesundheitswissen, das Menschen dabei unterstützt, informierte Entscheidungen für ihre eigene Gesundheit zu treffen. Im Mittelpunkt stehen die Aufklärung zu gesundheitlichen Fragen, zu Erkrankungen und Behandlungsoptionen sowie die Förderung eines gesunden Lebensstils. Durch eigene Forschung untersucht die Stiftung, wie gesundheitliche Kompetenzen zielgruppenspezifisch und in unterschiedlichen Lebensbereichen wirksam gestärkt werden können. Stifter ist der Verband der Privaten Krankenversicherung. Die Angebote der Stiftung Gesundheitswissen sind kostenfrei über das Gesundheitsportal www.stiftung-gesundheitswissen.de zugänglich. Ergänzende Formate zur Stärkung der Patientensouveränität im Arzt-Patienten-Gespräch werden unter www.gesunde-sprechstunde.de bereitgestellt, Angebote zur Förderung gesundheitlicher Kompetenzen in der Schule unter www.pausenlos-gesund.de.