- Deutschland bleibt beim Rückgang der Raucherquote hinter den Erwartungen zurück: Rund ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung raucht weiterhin. Die Raucherquote stagniert damit auf hohem Niveau.
- Orale Nikotinprodukte werden trotz fehlender Verkehrsfähigkeit genutzt: BfR-Erhebungen, Marktanalysen und Nutzerdaten zeigen, dass diese Produkte in Deutschland bereits verfügbar sind und nachgefragt werden.
- Studie „Barrieren des Rauchstopps“ zeigt deutliche Informationsdefizite: Nur 20 Prozent der aktuellen Raucherinnen und Raucher halten orale Nikotinprodukte für weniger schädlich als Zigaretten; bei Nutzerinnen und Nutzern von E-Zigaretten und Tabakerhitzern sind es 42 Prozent.
Gräfelfing – Deutschland verzeichnet weiterhin eine hohe Raucherquote. Nach Angaben der DEBRA-Studie lag der Anteil der rauchenden Bevölkerung im August 2026 bei rund 33 Prozent.[1] Damit ist seit Beginn der DEBRA-Erhebung im Jahr 2016 keine nachhaltige Senkung der Raucherprävalenz erkennbar. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie erwachsene Raucherinnen und Raucher erreicht werden können, die trotz bekannter Gesundheitsrisiken weiterrauchen.
Der vollständige Rauchstopp bleibt stets die beste Option zur Reduzierung rauchbedingter Gesundheitsrisiken. Verbrennungsfreie Nikotinprodukte wie E-Zigaretten, Tabakerhitzer oder orale Nikotinprodukte sind keine Rauchstopptherapien und nicht risikofrei. Sie enthalten Nikotin, das abhängig machen kann. Für erwachsene Raucherinnen und Raucher, die sonst weiterrauchen würden, können sie jedoch als potenziell schadstoffreduzierte Konsumalternativen zum Zigarettenrauchen eingeordnet werden.
Orale Nikotinprodukte umfassen tabakhaltige Produkte wie Snus sowie tabakfreie Nikotinbeutel. Die regulatorische Situation in der Europäischen Union unterscheidet sich dabei deutlich: Der Verkauf von tabakhaltigem Snus ist mit Ausnahme Schwedens europaweit verboten, während tabakfreie Nikotinbeutel in einigen europäischen Ländern reguliert verfügbar sind. In Deutschland sind beide Produktkategorien derzeit nicht regulär verkehrsfähig.
Dennoch werden sie genutzt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung berichtete 2022, dass etwa 2 Prozent der Bevölkerung Nikotinbeutel konsumierten; zusätzlich hatten 14 Prozent der Bevölkerung solche Produkte zumindest ausprobiert.[2] Diese Zahlen zeigen, dass ein faktisches Verbot die Nachfrage nicht vollständig verhindert.
Der internationale Vergleich verdeutlicht, dass die Entwicklung des Zigarettenrauchens unterschiedlich verläuft. In Schweden ist die Prävalenz des täglichen Rauchens seit Jahren rückläufig: Sie sank von 15 Prozent im Jahr 2008 auf 5,6 Prozent im Jahr 2024 und lag damit deutlich unter dem europäischen Durchschnitt.[3] Ein wesentlicher Unterschied zu Deutschland besteht darin, dass orale Nikotinprodukte dort seit Langem verfügbar sind und von erwachsenen Konsumentinnen und Konsumenten genutzt werden. Der schwedische Fall zeigt, dass eine differenzierte Betrachtung von Nikotinprodukten im Rahmen von Tabak- und Nikotinpolitik relevant sein kann.
In Deutschland besteht dagegen ein struktureller Widerspruch: Tabakfreie Nikotinbeutel sind nicht regulär verkehrsfähig, gleichzeitig existiert ein sichtbarer Markt. Eine bundesweite Handelsanalyse von Ipsos im Auftrag von Philip Morris International zeigte, dass Nikotinbeutel in 15,8 Prozent der untersuchten Verkaufsstellen angeboten wurden.[4] Zudem war ein Drittel der forensisch untersuchten Produkte gefälscht. Diese Befunde sprechen dafür, dass die Nachfrage bereits heute über nicht regulierte, teils illegale Vertriebswege bedient wird. Für die Nutzerinnen und Nutzer oraler Nikotinprodukte in Deutschland bedeutet dies, dass sie Produkte ohne jegliche Qualitäts- oder Sicherheitskontrolle verwenden.
Die Philip Morris GmbH untersucht in der jährlich durchgeführten Studie „Barrieren des Rauchstopps“, unter anderem welche Faktoren Raucherinnen und Raucher vom Rauchstopp abhalten und welche Rolle verbrennungsfreie Alternativen spielen. Dazu wurden in Deutschland 1.000 erwachsene Raucherinnen und Raucher ab 19 Jahren befragt, die täglich Zigaretten rauchen und keine E-Zigaretten oder Tabakerhitzer nutzen. Ergänzend wurde eine Stichprobe von 201 erwachsenen Nutzerinnen und Nutzern von E-Zigaretten oder Tabakerhitzern befragt.
Abgefragt wurden unter anderem Rauchstoppmotivation, genutzte Hilfsmittel, Konsumverhalten sowie die Einschätzung des relativen Gesundheitsrisikos verschiedener Nikotinprodukte im Vergleich zur Zigarette. Damit liefert die Studie Hinweise darauf, wie erwachsene Raucherinnen und Raucher sowie Nutzerinnen und Nutzer verbrennungsfreier Alternativen Risiken bewerten und welche Faktoren ihre Entscheidungen beeinflussen.
Die Ergebnisse zeigen deutliche Informationsdefizite im Bezug auf orale Nikotinprodukte. Nur 20 Prozent der befragten Raucherinnen und Raucher schätzen das Gesundheitsrisiko oraler Nikotinprodukte als geringer ein als das von Zigaretten.[5] Unter den Nutzerinnen und Nutzern von E-Zigaretten und Tabakerhitzern ist dieser Anteil mit 42 Prozent deutlich höher.[5] Dies spricht dafür, dass Wissen über Verbrennung, Schadstoffexposition und relative Risiken eine Rolle für Produktwahrnehmung und mögliche Verhaltensänderungen spielt.
Auch die Gründe für die Nutzung oraler Nikotinprodukte verweisen auf unterschiedliche Motive. Genannt werden unter anderem die Erwartung eines geringeren gesundheitlichen Risikos (38 Prozent), die diskrete Nutzung an Orten, an denen die Befragten keine anderen Nikotinprodukte verwenden wollen (31 Prozent), der Schutz von Nichtraucherinnen und Nichtrauchern (31 Prozent), die Vermeidung eines Rückfalls zum Zigarettenrauchen (28 Prozent) sowie der Wunsch, langfristig keine Zigaretten mehr zu rauchen (24 Prozent).[5]
„Die genannten Nutzungsgründe deuten darauf hin, dass orale Nikotinprodukte vor allem als Alternative zum Rauchen herkömmlicher Zigaretten genutzt werden. Gleichzeitig zeigen aktuelle Daten zur Nikotininitiation in Deutschland, dass die Zigarette mit Abstand das wichtigste Einstiegsprodukt bleibt, während Nikotinbeutel als Initiationsprodukt praktisch keine Rolle spielen.[6] Die Befürchtung, dass Nikotinbeutel in relevantem Umfang zur Nikotininitiation beitragen, wird durch die derzeitige Evidenz daher nicht gestützt“, sagt Dr. Christoph Neubert, Senior Manager Scientific & Medical Affairs und Leiter der Studie. „Statt regulatorischer Grauzonen braucht es einen klaren, risikobasierten Rechtsrahmen, der Produktsicherheit und Jugendschutz stärkt und erwachsenen Konsumentinnen und Konsumenten eine informierte Entscheidung ermöglicht.“
Philip Morris International: Ein globaler Vorreiter für eine rauchfreie Zukunft
Philip Morris International (PMI) ist ein führendes internationales Konsumgüterunternehmen, das sich aktiv für eine rauchfreie Zukunft einsetzt und plant, sein Portfolio langfristig auf Produkte außerhalb des Tabak- und Nikotinsektors auszuweiten. Das derzeitige Produktportfolio des Unternehmens besteht in erster Linie aus Zigaretten und rauchfreien Produkten, wie Tabakerhitzern, Nikotinbeuteln und E-Zigaretten. Die rauchfreien Produkte von PMI waren zum 30. Juni 2026 in 109 Märkten erhältlich und wurden nach Schätzungen von PMI von mehr als 43 Millionen volljährigen Konsumenten und Konsumentinnen in aller Welt genutzt – viele davon haben das Rauchen aufgegeben oder ihren Zigarettenkonsum deutlich reduziert. Das Geschäft mit rauchfreien Produkten machte im zweiten Quartal 2026 rund 42 Prozent des gesamten Nettoumsatzes von PMI aus. Seit 2008 hat PMI mehr als 16 Milliarden US-Dollar in die Entwicklung, wissenschaftliche Bewertung und Vermarktung innovativer rauchfreier Produkte für Erwachsene investiert, die sonst weiter rauchen würden, mit dem Ziel, den Verkauf von Zigaretten vollständig einzustellen. Dazu gehört der Aufbau erstklassiger wissenschaftlicher Bewertungskapazitäten, insbesondere in den Bereichen präklinische Systemtoxikologie, klinische und Verhaltensforschung sowie Studien nach der Markteinführung. Nach eingehender wissenschaftlicher Prüfung hat die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA für General Snus und die Nikotinbeutel der Marke ZYN von Swedish Match sowie Geräteversionen von IQOS und die dazugehörigen Tabaksticks von PMI eine Marktautorisierung ausgesprochen – die erste dieser Art in den jeweiligen Kategorien überhaupt. Bestimmte Versionen der IQOS Tabakerhitzer und deren Consumables, General Snus sowie 20 Varianten der ZYN-Nikotinbeutel erhielten von der FDA zudem die ersten Autorisierungen als Tabakprodukte mit modifiziertem Risiko (MRTP). Verweise auf „PMI“, „wir“, „unser“ und „uns“ beziehen sich auf Philip Morris International Inc. und seine Tochtergesellschaften. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte www.pmi.com und www.pmiscience.com.
Über die Philip Morris GmbH (PMG)
Die 1970 in Deutschland gegründete Philip Morris GmbH ist ein Unternehmen von PMI. Mit einem Marktanteil von 38,4 Prozent im Jahr 2024 ist das Unternehmen bereits seit 1987 Marktführer auf dem deutschen Zigarettenmarkt. Das derzeitige Produktportfolio besteht aus Zigaretten und rauchfreien Produkten wie Tabakerhitzern und E-Zigaretten.
[1] Deutsche Befragung zum Rauchverhalten (DEBRA). Studie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. https://www.debra-study.info/ [Stand 08/2026]
[2] Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) (2023): BfR2GO – Das Wissenschaftsmagazin des Bundesinstituts für Risikobewertung, Ausgabe 1/2023. Berlin. DOI: 10.17590/20230608‑093232‑0.
[3] Folkhälsomyndigheten (Schwedische Behörde für öffentliche Gesundheit) (o. J.): Tobaksvanor bland vuxna – Statistikdatenbank Folkhälsodata. Abrufbar unter: https://fohm-app.folkhalsomyndigheten.se/Folkhalsodata/pxweb/en/A_Folkhalsodata/A_Folkhalsodata__B_HLV__aLevvanor__aagLevvanortobak/hlv1tobaald.px/. Zuletzt abgerufen am: 19.01.2026.
[4] Bundesweite Handelsanalyse des Instituts Ipsos im Auftrag von Philip Morris International (2025). https://www.pmi.com/markets/germany/de/presse/schwarzmarkt-fur-nikotinbeutel-floriert
[5] Neubert C, Nussbaum A K (November 11, 2025): Trotz bekannter Gesundheitsrisiken: Mehrheit der Raucherinnen und Raucher ist nicht für den Rauchstopp motiviert. Studie belegt: fehlende Informationen hemmen Umstieg auf Alternativen. https://www.gesundheit-adhoc.de/trotz-bekannter-gesundheitsrisiken-mehrheit-der-raucherinnen-und-raucher-ist-nicht-fuer-den-rauchstopp-motiviert-studie-belegt-fehlende-informationen-hemmen-umstieg-auf-alternativen/. Zuletzt aufgerufen: 12.08.2026
[6] Nicotine initiation products in Germany: Findings from a representative survey of individuals aged 14 years and older who had ever used nicotine-containing products” – ScienceDirect

