Berlin – Anlässlich des Internationalen Tags der Patientensicherheit am 17. September appelliert Ulrike Elsner, die Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek), an alle im Gesundheitswesen Beschäftigten, die Patientensicherheit weiter zu stärken. „Kranke oder pflegebedürftige Menschen müssen sich darauf verlassen können, dass die Sicherheit bei der Behandlung einen sehr hohen Stellenwert hat. Das ist auch wichtig, um knappe Ressourcen im Gesundheitswesen effizient einzusetzen und das solidarische Gesundheitssystem zu stärken.“
Im Aufbau eines sicheren Gesundheitssystems habe sich in den letzten 30 Jahren schon viel getan, so Elsner. Checklisten, interdisziplinäre Medikationspläne, Behandlungsteams, klare Verantwortlichkeiten und Strukturen könnten dazu beitragen, Behandlungsfehler oder Medikationsprobleme zu vermeiden und Informationsverluste an den Schnittstellen zwischen ambulanter und stationärer Versorgung abzubauen. Auch die Gesundheitskompetenz der Patientinnen und Patienten ist ein wichtiger Faktor, der noch weiter ausgebaut werden kann. „Doch können wir noch besser werden“, so die Verbandsvorsitzende. „Jede vermiedene Komplikation, jede verhinderte Fehlbehandlung und jede unnötige Wiedereinweisung entlastet auch die GKV und alle Menschen, die im Gesundheitssystem arbeiten.“
Engagement von vdek und Ersatzkassen für Patientensicherheit
Auch der vdek und seine Mitgliedskassen engagieren sich seit vielen Jahren gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Patientensicherheit e. V. (APS) für eine stärkere Sicherheitskultur im Gesundheitswesen. Dabei geht es auch darum, die Gesundheitskompetenz der Versicherten zu stärken und sie konsequent in den Prozess zur Verbesserung der Sicherheitskultur einzubinden. Dazu gehört unter anderem die Unterstützung der Aufklärungskampagne „Deutschland erkennt Sepsis“, die für die frühe Erkennung der lebensbedrohlichen Erkrankung sensibilisiert.
Darüber hinaus haben die Ersatzkassen mit dem Meldesystem „Mehr Patientensicherheit“ ein Angebot geschaffen, über das Versicherte und Angehörige kritische Ereignisse und Sicherheitsrisiken sowie besonders gelungene Gesundheitsversorgung auf einer Internetseite melden können. Seit dem Start wurden dort bereits mehr als 2.000 Meldungen erfasst und ausgewertet, um Schwachstellen zu identifizieren und aus Erfahrungen zu lernen. Die Ergebnisse fassen der vdek und seine Projektpartner zu Informationsmaterialien zusammen, die Versicherte zu besonders relevanten Themen aufklären. Aktuell wurde auf mehr-patientensicherheit.de ein Video veröffentlicht, in dem Eltern Hinweise erhalten,wie sie sich für eine bessere Versorgung ihrer Kinder einsetzen können, beispielsweise indem sie das Team direkt auf Verhaltensänderungen des Kindes ansprechen. Außerdem erschien pünktlich zum Welttag der Patientensicherheit ein Tipp zur Versorgung chronisch kranker Menschen.
Links:
Aufklärungskampagne „Deutschland erkennt Sepsis“
Tipp zur sicheren Versorgung chronisch erkrankter Menschen – für ein gutes Leben!
Übersichtsseite aller Tipps inklusive des neuen Films zur Versorgung von Kindern
Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) ist Interessenvertretung und Dienstleistungsunternehmen aller sechs Ersatzkassen:
Techniker Krankenkasse (TK), BARMER, DAK-Gesundheit, KKH Kaufmännische Krankenkasse,
hkk – Handelskrankenkasse und HEK – Hanseatische Krankenkasse.
Die Ersatzkassen versichern zusammen mehr als 29 Millionen Menschen in Deutschland und sind damit Marktführer. Beim vdek arbeiten bundesweit rund 800 Beschäftigte. Hauptsitz des Verbandes ist Berlin. Für die regionale Präsenz der Ersatzkassen in den einzelnen Bundesländern sorgen 15 Landesvertretungen.