Jeder Mensch hat das Recht, sich frei zu bewegen. So steht es in unserem Grundgesetz. Trotzdem wird gerade bei Menschen mit Demenz häufig der Einsatz von freiheitsentziehenden Maßnahmen diskutiert. Dazu zählen beispielsweise Bettgitter, Fixiergurte oder unter bestimmten Voraussetzungen auch beruhigende Medikamente. Häufig wird ihr Einsatz damit begründet, Betroffene vor Stürze oder anderen Gefahren zu schützen. Doch auch Überforderung oder Zeitdruck können eine Rolle spielen.
Dabei greifen solche Maßnahmen tief in die Selbstbestimmung eines Menschen ein und sind nur unter strengen rechtlichen Voraussetzungen zulässig. Welche das sind und was pflegende Angehörige oder rechtliche Betreuer:innen tun können, wenn sie mit dem Vorgehen einer Pflegeeinrichtung nicht einverstanden sind, steht im Mittelpunkt des anstehenden Offenen Forums der Alzheimer Gesellschaft Berlin e. V.
Als Expertin ist Sabine Normann-Scheerer eingeladen. Sie ist Richterin am Amtsgericht Wedding und hat unter anderem an der Reform des Betreuungsrechts mitgearbeitet.
Wann: 18.11.2026 von 16 bis 18 Uhr
Wo: Online-Veranstaltung
Neben einem fachlichen Input von Frau Normann-Scheerer bietet die Veranstaltung Raum für Fragen und Erfahrungen aus dem Alltag. Interessierte können ihre Fragen auch bereits im Vorfeld einreichen.
Die Alzheimer Gesellschaft bittet um Rückmeldung bis zum 13.11.2026. Anmeldungen sind telefonisch unter 030 89 09 43 57 oder per E-Mail an info@alzheimer-berlin.de möglich. Der Zugangslink wird nach der Anmeldung verschickt.
Hintergrundinformationen
Die Alzheimer Gesellschaft Berlin e. V. wurde 1989 von Angehörigen und Fachleuten gegründet. Sie hat das Ziel, die Situation von Menschen mit Demenz und ihren An- und Zugehörigen durch Information, Beratung und Öffentlichkeitsarbeit zu verbessern. Der „Ratgeber zu Demenzerkrankungen und Hilfsangeboten in Berlin“ ist bei der Veranstaltung erhältlich und kann kostenlos bei der Alzheimer Gesellschaft Berlin e. V. bestellt werden: www.alzheimer-berlin.de
In Berlin leben derzeit etwa 66.000 Menschen mit einer Demenzerkrankung, in Deutschland insgesamt 1,8 Millionen. Aufgrund der demographischen Entwicklung werden diese Zahlen voraussichtlich weiter steigen.
