Statement: Mit der Notfallreform steht ein wegweisendes gesundheitspolitisches Projekt am 10. Juli zur ersten Lesung im Bundestag.
München – Die Notfallreform soll Notaufnahmen entlasten und die gezielte Versorgung von Notfallpatientinnen und -patienten sicherstellen. Nach Einschätzung von Dr. Gertrud Demmler, Vorständin der SBK Siemens-Betriebskrankenkasse, kann sie der Startschuss für eine zukunftsfähige Versorgung in Deutschland werden:
„Die Notfallreform hat das Potenzial, die erste Reform dieser Regierung zu werden, die das Gesundheitswesen nachhaltig positiv verändert. Mein Appell: Bringt sie über die Ziellinie – und verwässert dabei nicht das, worum es eigentlich geht: bessere Orientierung und echte Zusammenarbeit aller an der Versorgung Beteiligten im Sinne der Patientinnen und Patienten.
Ersteinschätzung bringt große Chancen
Große Chancen bietet die Einführung der geplanten Ersteinschätzung. Sie gibt Patientinnen und Patienten Orientierung in einem Moment großer Unsicherheit. Und sie nimmt Druck von den Notaufnahmen, indem sie die richtige Versorgungsebene aufzeigt. Zudem wird mit der Einführung einer standardisierten Ersteinschätzung in der Notfallversorgung der Grundstein für das geplante Primärversorgungssystem gelegt – die nächste wichtige Reform dieser Regierung.
Damit die Ersteinschätzung ihr ganzes Potenzial entfalten kann, braucht sie aus meiner Sicht zwei Dinge: Erstens sollte sie bundesweit auf einheitlichen medizinischen Standards beruhen und somit in allen Regionen zu den gleichen Ergebnissen kommen. Zweitens sollte sie so gestaltet sein, dass sie die Zusammenarbeit der Versorger erleichtert und Prozesse vereinfacht. Über die Einschätzung erfasste relevante Daten sollten nahtlos digital weitergegeben werden. So entlastet sie Behandelnde wie Patientinnen und Patienten von bürokratischen Papierprozessen und überwindet sektorale Grenzen.
Digitale Zusammenarbeit überwindet Sektorengrenzen
Die geplante engere Verzahnung von Notfall- und Akutversorgung hat das Zeug zum Paradigmenwechsel: Wenn Kliniken, Kassenärztliche Vereinigung und Partnerpraxen künftig wirklich zusammenarbeiten und Daten digital weitergeben, würden Sektorengrenzen, die seit Jahren wie eine Mauer zwischen den Versorgungsebenen stehen, endlich aufgeweicht. Es wäre ein großer Schritt nach vorn, von dem vor allem die Patientinnen und Patienten profitieren!“
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Über die SBK: Die SBK Siemens-Betriebskrankenkasse gehört zu den größten gesetzlichen Krankenkassen. Als geöffnete, bundesweit tätige Krankenkasse versichert sie mehr als eine Million Menschen und betreut über 100.000 Firmenkunden in Deutschland – mit rund 2.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 79 Geschäftsstellen.
Seit über 100 Jahren setzt sich die SBK persönlich und engagiert für die Interessen der Versicherten ein. Sie positioniert sich als Vorreiterin für einen echten Qualitätswettbewerb in der gesetzlichen Krankenversicherung. Voraussetzung dafür ist aus Sicht der SBK mehr Transparenz für die Versicherten – über relevante Finanzkennzahlen, aber auch über Leistungsbereitschaft, Beratung und Dienstleistungsqualität von Krankenkassen. Im Sinne der Versicherten vereint die SBK darüber hinaus das Beste aus persönlicher und digitaler Welt und treibt die Digitalisierung im Gesundheitswesen aktiv voran.
