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Mehrheit wünscht sich einen besseren Überblick über freie Arzttermine
© SBK Siemens-Betriebskrankenkasse

Mehrheit wünscht sich einen besseren Überblick über freie Arzttermine

Pressemitteilung

Repräsentative Umfrage: Versicherte wünschen sich mehr Transparenz bei der Terminvergabe. SBK fordert digital gestütztes Primärversorgungssystem.

München – Die Suche nach einem Arzttermin kostet viele Menschen in Deutschland Zeit und Nerven. Laut einer repräsentativen YouGov-Umfrage im Auftrag der SBK Siemens-Betriebskrankenkasse empfinden 58 Prozent der Befragten die Suche nach einem passenden Arzttermin als häufig zeitaufwendig. 71 Prozent geben an, dass es oft schwierig sei, einen freien Termin zu finden. Gleichzeitig wünschen sich drei Viertel (74 Prozent) einen besseren Überblick über verfügbare Arzttermine.

Die meisten Menschen vereinbaren Arzttermine nach wie vor am häufigsten direkt in der Arztpraxis – telefonisch oder persönlich (68 Prozent). 73 Prozent würden jedoch auch ein zentrales Online-Portal nutzen, das freie Arzttermine bündelt. Gleichzeitig haben 80 Prozent der Befragten den Eindruck, dass Privatversicherte schneller einen Arzttermin erhalten als gesetzlich Versicherte.

Aus Sicht der SBK ist ein zentrales Terminportal ein guter erster Schritt, um den Zugang zur medizinischen Versorgung zu vereinfachen. Um diesen Ansatz konsequent weiterzudenken, braucht es ein digital gestütztes Primärversorgungssystem, das Patientinnen und Patienten bereits vor der Terminvergabe mithilfe einer standardisierten Ersteinschätzung dabei unterstützt, die passende Versorgung zu finden. Egal, ob digital von zu Hause, telefonisch oder direkt in der Arztpraxis: Die Ersteinschätzung sollte nach den gleichen medizinischen Standards erfolgen. Auf dieser einheitlichen Grundlage können Termine dann auch nach medizinischer Dringlichkeit vergeben werden – ein Prinzip, das beim 116117-Terminservice bereits heute über den Dringlichkeitscode angewendet wird. Dieses Prinzip sollte unabhängig davon gelten, ob jemand privat oder gesetzlich versichert ist.

„Die Menschen erwarten zu Recht, dass der Zugang zur medizinischen Versorgung einfacher, transparenter und gerechter wird. Heute hängt die Terminvergabe häufig davon ab, wie gut man sich im System auskennt oder ob man privat oder gesetzlich versichert ist. Das muss sich ändern. Wir brauchen ein Primärversorgungssystem, das digitale Prozesse nutzt, um Patientinnen und Patienten den Weg durch das Gesundheitswesen so einfach wie möglich zu machen. Das hilft nicht nur jedem und jeder einzelnen. Es wird uns außerdem helfen, die Arztpraxen und Notaufnahmen zu entlasten und vorhandene Kapazitäten dort einzusetzen, wo sie am dringendsten benötigt werden“, sagt Dr. Gertrud Demmler, Vorständin der SBK.

Terminvergabe nach medizinischer Dringlichkeit
Die Umfrage zeigt: Die Menschen wünschen sich digitale Unterstützung bei der Terminvergabe, ohne auf den direkten Kontakt zu ihrer Arztpraxis verzichten zu müssen. 86 Prozent der Befragten sprechen sich dafür aus, dass ein zentrales Terminportal den telefonischen oder persönlichen Kontakt ergänzt – und nicht ersetzt. Gleichzeitig halten 87 Prozent es für sinnvoll, Arzttermine stärker nach medizinischer Dringlichkeit zu vergeben. 90 Prozent möchten dabei auch künftig selbst entscheiden können, welche der verfügbaren Ärztinnen und Ärzte sie aufsuchen.

„Die Ergebnisse zeigen, dass die Menschen mehr Orientierung und Unterstützung bei der Terminvergabe wollen, ohne ihre Wahlfreiheit aufzugeben. Das deckt sich mit unseren Erfahrungen aus dem bisherigen Suchverhalten: Wer bereits eine Ärztin oder einen Arzt hat, sucht in der Regel auch diese Praxis wieder auf. Das gilt insbesondere für Hausärztinnen und Hausärzte“, sagt Dr. Demmler.

SBK schafft Voraussetzungen für ein vernetztes Terminmanagement
Als erste Krankenkasse in Deutschland hat die SBK im Juli 2026 den 116117-Terminservice der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) in ihre Kassen-App „Meine SBK“ integriert. Damit schafft sie bereits heute die technischen Voraussetzungen, um Erfahrungen mit einem zentralen Terminservice zu sammeln und die Entwicklung einer gemeinsamen Infrastruktur zu unterstützen. Perspektivisch könnte eine solche Lösung Bestandteil der elektronischen Patientenakte werden. Aus Sicht der SBK sind solche Kooperationen ein wichtiger Schritt hin zu einem stärker vernetzten Gesundheitswesen, in dem digitale Lösungen gemeinsam entwickelt und sektorenübergreifend genutzt werden.

Über die Umfrage
Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Für diese Befragung wurden im Zeitraum 24. und 27.07.2026 insgesamt 2032 Personen befragt. Die Erhebung wurde nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und die Ergebnisse anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren.

Über die SBK: Die SBK Siemens-Betriebskrankenkasse gehört zu den größten gesetzlichen Krankenkassen. Als geöffnete, bundesweit tätige Krankenkasse versichert sie mehr als eine Million Menschen und betreut über 100.000 Firmenkunden in Deutschland – mit rund 2.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 79 SBK Geschäftsstellen.

Seit über 100 Jahren setzt sich die SBK persönlich und engagiert für die Interessen der Versicherten ein. Sie positioniert sich als Vorreiterin für einen echten Qualitätswettbewerb in der gesetzlichen Krankenversicherung. Voraussetzung dafür ist aus Sicht der SBK mehr Transparenz für die Versicherten – über relevante Finanzkennzahlen, aber auch über Leistungsbereitschaft, Beratung und Dienstleistungsqualität von Krankenkassen. Im Sinne der Versicherten vereint die SBK darüber hinaus das Beste aus persönlicher und digitaler Welt und treibt die Digitalisierung im Gesundheitswesen aktiv voran.